• Sinnlosoph

Frage 188: Wie wichtig ist dir Anerkennung

Auch dieses Thema hatten wir in abgewandelter Form schon einmal. Diesmal jedoch mit einer neuen Würze.


Würdest du etwas für dich wichtiges Opfern, um eines der folgenden zu erhalten: Dein Bild auf einer Briefmarke, eine Statue im Park, ein Schulhaus mit deinem Namen oder einen Nobelpreis? Was ist dir wichtiger, zu wissen etwas Wichtiges getan zu haben, oder dafür Anerkennung zu erhalten?



Gerade weil wir dieses Thema bereits hatten, möchte ich mich dieses Mal kurz halten. Was bringt mir Ruhm und Anerkennung? Im besten Fall Aufmerksamkeit. Im schlimmsten Fall Verantwortung. Ich weiß nicht, wie andere dazu stehen, aber mir ist es herzlich egal, wessen Kopf auf einer Briefmarke abgebildet ist. Statuen sind vielleicht schön anzuschauen, aber mir ist im Endeffekt auch egal, wer da dargestellt wird. Viel wichtiger ist mir hierbei die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Der Schulhausname dient mir in erster Linie zur Unterscheidung der verschiedenen Gebäude. Auch hier ist es mir ziemlich egal, wer der Namensvater war, solange das, was darin gelehrt wird, den Anforderungen entspricht. Und um mit dem Nobelpreis abzuschließen, so ist das lediglich eine Auszeichnung für eine Leistung. Der wahre Wert ergibt sich aber daraus, was mit der Entdeckung vollbracht wird. Was bringt es mir also, meinen Namen unter die mittlerweile sehr lange Liste an Nobelpreisträgern zu setzen. Viel wichtiger ist doch, was diese Personen entwickelt hatten.


Alles, was ich durch diese Ehrungen erreichen würde, wäre, dass ich Leute beeindrucke, die darauf wert legen und mir dem entsprechend ziemlich egal sind. Im schlimmsten Fall wird von mir erwartet, dass ich danach nach einem gewissen Standard lebe, der meinem Wesen vielleicht gar nicht entspricht. Ich würde also kaum Nutzen daraus ziehen.


Bei meiner Arbeit legte ich nie großen Wert darauf Anerkennung zu erhalten. Ich lernte im Studium, dass Lob ein wichtiges Instrument der Mitarbeiterführung ist. Dem stimme ich grundsätzlich auch zu, mir brachte es jedoch selten etwas. Ich weiß, wenn ich etwas gut gemacht habe. Ich brauche also keinen Vorgesetzten, der mir genau das auch noch sagt. Ich verstehe aber auch, dass es genug Menschen gibt, die genau das brauchen.


Von mir aus sollen andere die Lorbeeren ernten. Solange ich am Ende eine faire Entlöhnung erhalte, können mir gerne andere das Rampenlicht stehlen und in ihrer Illusion von Ruhm leben. Ich will lediglich das Geld.


Wie steht ihr dazu? Hätte eines der genannten Prestigeobjekte für euch einen Reiz? Lasst es mich wissen!

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