• Sinnlosoph

Frage 191: Macht dir deine Arbeit Spaß?

Arbeiten, um zu leben oder leben, um zu arbeiten. Es kommt ganz darauf an, was man für eine Arbeit hat und wie man dazu steht.


Wann war das letzte Mal, dass du ehrliche Erfüllung und Freude bei der Arbeit verspürt hast? Wie sieht es allgemein in deinem Leben aus?



Meine Arbeit hat sich in den letzten zwei Jahren drastisch verändert. Von einem „normalen“ Bürojob bin ich nun in ein Zwischending des Selbstständigkeit und Freelancerarbeit geraten. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich meinen alten Job kündete, war ich der Auffassung, dass Arbeit keinen Spaß machen kann. Immerhin geht man dabei Verpflichtungen gegenüber anderen ein, die man zwingend erfüllen muss. Unabhängig der eigenen Stimmung, den eigenen Plänen und Wertvorstellungen. So hatte ich durchaus einige Arbeiten, die mir spaß machten, die absolute Mehrheit meiner Tätigkeiten waren allerdings gelinde gesagt scheiße.


Nun hat sich aber einiges verändert. Ich sehe nun einen Sinn hinter dem, was ich tue. Sei es nun, indem ich beim Unterrichten wissen vermittle, oder hier meine Gedanken mit der Welt teile. Meine Bücher sollen den Leser erfreuen und meine Freelancerarbeit kann ich so gestalten, wie es mir gefällt. Ich habe noch immer einige Arbeiten, die mir nicht so viel Spaß machen, wie andere, aber wenn es so weiter geht, bietet sich mir womöglich bald die Freiheit zwischen den Aufträgen auszuwählen, die ich ausführen will. Ich habe also so etwas wie den Jackpot geknackt.


Das Ganze ist mir aber nicht einfach in den Schoss gefallen. Ich hatte bewusst einige Jahre meines Lebens auf die Arbeit fokussiert und meine eigenen Ansprüche hinten angestellt. Durch meinen Einsatz und mein paralleles Studium ermöglichte ich mir die Freiheiten, die ich jetzt genieß. Ich hatte also knapp zehn Jahre für die Arbeit gelebt, damit ich jetzt umso mehr Zeit zum Leben habe.


Bezüglich meines Lebens im Allgemeinen kann ich in noch nicht ganz so rosigen Tönen sprechen. Hier gibt es sicher noch einige Punkte, die ich verbessern will. Allerdings sehe ich das nicht einmal als großer Minuspunkt. Immerhin brauche ich gewisse Ziele im Leben, da ich sonst in ein antriebsloses Dahinvegetieren verfalle, welches weder meinem Geist noch meinem Körper gut tut. Immerhin kann ich sagen, dass ich meine Depressionen besser im Griff habe, als jemals zuvor und es ist ein Aufwärtstrend zu erkennen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis ich auch in diesem Punkt wieder Land sehe und endlich zufrieden bin. Wahrscheinlich wird die absolute Selbstverwirklichung jedoch nie eintreten. Wie Maslow mit seiner Pyramide darstellte, ist dieses Bedürfnis beim Menschen nie vollends erfüllt.


Wie sieht es bei euch aus? Wie steht ihr zur Arbeit und wie zufrieden seid ihr mit eurem Leben? Lasst es mich wissen!

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