• Sinnlosoph

Frage 48: Beruf oder Privat - Was ist wichtiger?

Als nächstes folgt wieder eine Grundfrage der modernen Gesellschaft. Mir scheint, als müsste man sich heute mehr als jemals davor für das eine oder das andere Entscheiden. Und wenn diese Wahl auch nur daraus entsteht, da man früher in das eine oder andere hineingeboren wurde.


Wärst du lieber beruflich oder privat erfolgreich, wenn das bedeutet, dass das andere unterdurchschnittlich sein wird?



Bei solchen Diskussionen frage ich mich immer, wie der Erfolg gemessen wird. Bin ich privat erfolgreich, auch wenn ich weder Frau noch Kinder habe? Viele würden das auf der Stelle verneinen. Der Umstand, dass ich aber garantiert keine Kinder möchte und auch ohne Frau glücklich bin wird dabei außer Acht gelassen. Genauso kann man fragen, was von beruflichem Erfolg die Rede ist. Wird das an der Position im Unternehmen gemessen? An der Verantwortung, die man trägt? Am Jahresgehalt? Je nach Blickwinkel kann man mir einen gewissen beruflichen Erfolg andichten, oder auch nicht. 


Schlussendlich liegt es bei jedem selbst, wann er mit dem Ergebnis zufrieden ist. Ich denke, das eigene Empfinden bietet dabei einen guten Richtwert, wann der Erfolg eingetreten ist. Wenn du nach dem vierten Kind noch ein fünftes willst, dann mach nochmal eines. Wenn du dann zufrieden bist, würde ich das als erfolgreich bezeichnen.

Wenn du mit deiner abgeschlossenen Ausbildung und 50'000.- Jahresgehalt zufrieden bist, würde ich das auch als Erfolg einstufen. Nur weil kein Chief vor deiner Jobbezeichnung steht, heißt das nicht, dass du nicht erfolgreich bist.


Nun gibt es noch die Personen, die beides irgendwie hinbekommen. Ich bin noch nicht ganz an dem Punkt angelangt. privat bin ich mit meinen beiden Katzen und der zweieinhalb-Zimmerwohnung an zentraler Lage sehr zufrieden. Ich habe wenige, dafür gute Freunde und wie gesagt brauche ich weder zwingend eine Frau noch Kinder. 

Bei meiner beruflichen Karriere fehlt auch nicht viel. Hier habe ich mir selbst ein Jahresgehalt zum Ziel gesetzt. Wenn ich es realistisch betrachte, sollte das innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre auch erreicht sein. Dann kann ich also sagen, dass ich in beiden Bereichen erfolgreich war.


Ich vertrete zudem die Meinung, dass das eine nicht ohne das andere geht. Der Mensch hat das Bedürfnis ausgeglichen zu sein. Wenn er viel Geld aber keinen Ort zum Abschalten hat, wird er unglücklich. Wenn er kein Geld zum Leben, aber ein unterstützendes Umfeld hat, wird es ihm auch nicht besonders gut gehen. Allerdings kann er das eine nutzen, um das andere aufzubauen. Ich meine damit nicht, dass man sich Freunde kaufen kann. Es geht vielmehr darum, sich eine Auszeit zu gönnen, in der man sich um die sozialen Kontakte kümmern kann. So kann eine permanente Reduktion des Arbeitspensums um 20% Raum für Vereinstätigkeit geben. Auf der anderen Seite bietet ein Unterstützendes Umfeld die Sicherheit, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Sei es durch eine Weiterbildung, oder eine neue Stelle. 


Unter dem Strich würde ich sagen, dass es nicht so sehr darauf ankommt, was zuerst gewählt wird. Um wirklich glücklich zu werden, müssen aber beide Bereiche zumindest bis zu einem gewissen Grad erfüllt sein.


Wie seht ihr die Sache? was ist euch wichtiger und was habt ihr zuerst in Angriff genommen? Lasst es mich wissen!

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now