• Sinnlosoph

Frage 141: Dein Freund ein Dealer

Drogen sind oft schlecht für die Gesundheit. Diejenigen, die sie verkaufen, tragen oft mit Schuld an den Schicksalen, die daraus entstehen. Was wäre nun aber, wenn die gesamte Thematik etwas nähertritt.

Was würdest du tun, wenn du erfährst, dass dein bester Freund ein Drogendealer ist?

Zunächst einmal müssten wir definieren, was alles zu Drogen zählt. Wenn wir jedes Rauschmittel nehmen, welches nicht staatlich reguliert vertrieben wird, müssten wir die genaue Art der Droge definieren. Immerhin sind die Auswirkungen von Crack etwas anders als bei Hash oder Salvia. Zudem bin ich mir nicht einmal so sicher, ob mein Freund nicht wirklich das eine oder andere grüne Kraut verkauft.

Wenn es sich um diese „harmloseren“ und „akzeptierten“ Drogen handelt, sehe ich keinen Grund einzugreifen. Immerhin erhält man diese Dinge sowieso überall. Wenn er also ein Stück vom Kuchen haben will und bereit ist das Risiko einzugehen: Bitteschön. Ich habe kaum das Recht ihm das Ganze zu verbieten.

Anders sieht es aus, wenn es sich um die härteren Dinge handelt. Wenn auf einmal Kokain und Heroin im Spiel sind, habe ich immer noch kein Recht ihm etwas zu verbieten. Aber ich sehe es dann zumindest in meiner Pflicht mit ihm zu reden. Vielleicht kann ich ihm etwas ins Gewissen reden.

Grundsätzlich bin ich für die Legalisierung sämtlicher Drogen. Das würde nämlich den Schwarzmarkt ausbluten lassen, würde staatliche Kontrollen bei der Produktion, dem Jugendschutz und vor allem der Inhaltsstoffe ermöglichen und die darauf erhobenen Steuern könnten in die Altersvorsorge, Gesundheitswesen oder Klimaschutz investiert werden. Stattdessen fließt das Geld heute in die Taschen der Kriminellen, die nicht immer sauber sind. Der Staat gibt Geld aus, um die Dealer zu verfolgen und aufhalten lässt es sich trotzdem nicht. Ich sehe hier eine Möglichkeit, wie die Bevölkerung aufgeklärt, geschützt und entlastet werden kann, die auch noch die eigenen Kassen füllt. Am Ende würden alle davon profitieren, da die Steuern und Gemeinkosten sinken würden. Zu guter Letzt bin ich der Meinung, dass die Menschen selbst entscheiden sollen, wie sie sich zu Grunde richten möchten. Am Ende würden sich wahrscheinlich die gleichen einen Schuss holen, die es heute auch schon tun. Die reine Verfügbarkeit macht noch nicht eine gesamte Bevölkerung zu Junkies.

Um Auf meinen Freund zurück zu kommen: Ich würde ihm ein bisschen ins Gewissen reden. Ob es das Risiko wert ist, wie er sich vor Verfolgung schützt und was sein Plan B ist. Wenn er sich nicht davon abhalten lassen will, kann ich ihn nur darum bitten, sauberes Zeug zu verkaufen. Ein großer Teil der Schäden von Drogen entstehen nämlich durch die Streckungsmittel und nicht die eigentlichen Rauschmittel. Zumindest bei den hochwertigeren Dingen wie Koks.

Am Ende muss er selbst damit leben können. Aber wie seht ihr das? Würdet ihr anders handeln? Würdet ihr ihn vielleicht verpfeifen, oder selbst einmal das eine oder andere probieren? Lasst es mich wissen!

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