• Sinnlosoph

Frage 167: Was denken deine Freunde wirklich über dich?

Ehrlichkeit ist aus meiner Sicht eines der wichtigsten Güter, die dir ein Mensch entgegenbringen kann. Dem entsprechend hoffe ich, dass meine Freunde auch ehrlich zu mir sind.

Wenn deine Freunde dir offen sagen würden, was sie von dir halten, würdest du es hören wollen? Was denkst du, würden sie dir sagen? Wie viel Energie wendest du auf, damit Menschen dich mögen?

Einer meiner Freunde nannte mich einmal gnadenlos ehrlich. Ich spreche die Dinge auch dann an, wenn es weh tut. Er schätzte diese Eigenschaft an mir, denn nur so konnte er sich bessern. Und genauso verhielt er sich auch mir gegenüber. So konnten wir uns gegenseitig die eigenen Fehler aufzeigen und auch Verbesserungsvorschläge anbieten. Wir entwickelten uns im Tandem weiter.

Genauso hoffe ich von meinen anderen Freunden das zu hören, was sie jetzt auch schon zu mir sagen. Dass ich ehrlich bin, etwas seltsam, hilfsbereit und ein kleines bisschen wahnsinnig. Wenn ihre Ansichten davon abweichen würden, würde ich es liebend gerne wissen wollen. Denn dann werde ich entweder laufend belogen, oder es besteht ein größeres Kommunikationsproblem, welches unbedingt behoben werden muss. Ich lebe nämlich nicht gerne in einer Scheinwelt, sondern weiß lieber was Sache ist und woran ich bin.

Wenn es darum geht, dass mich andere mögen, muss ich etwas differenzieren. Fremde könnten mir nicht mehr egal sein. Also wende ich überhaupt keine Energie dafür auf, dass sie mich mögen. Genauso halte ich es mit flüchtigen Bekanntschaften. Wenn sie mich nicht mögen: Pech. Es ändert sich erst, wenn man sich besser kennen lernt und bewiesen hat, dass man mehr als nur ein Vakuum im Kopf hat. Wenn ich merke, dass die Person Charakter hat, eigene Ansichten pflegt und interessant ist, dann kommt langsam der Einsatz.

Das Hauptziel dieses Verhaltens ist es dann aber nicht mein Ansehen bei der Person zu steigern. Viel mehr möchte ich der Person selbst bei ihren Problemen helfen. Sei es nun, indem ich ein offenes Ohr anbiete, als Nachschlagewerk diene, meine Meinung zu etwas Äußere oder als Privatbank fungiere. Mein Wunsch, dass es den Menschen, die es sich bei mir verdient gemacht haben, gut geht, führt dann irgendwann zu gegenseitiger Sympathie.

Ich würde also sagen, dass ich ein durchschnittliches Maß an Energie für das Ansehen bei anderen aufwende. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass ich meine Taten auf wenige Menschen fokussiere und diese dann auch bemerken, dass ich etwas für sie tue.

Wie steht ihr dazu? Reißt ihr euch ein Bein aus, damit ihr anderen gefällt, oder ist es euch auch eher egal? Lasst es mich wissen!

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