• Sinnlosoph

Projekt Eden - 11. Kapitel

Aktualisiert: Juli 6

Es waren weniger anwesend als sie gehofft hatten. Abgesehen von Eric, Angelo und Alina standen noch elf weitere Personen im Keller. Zum einen Oric und Silas zusammen mit zwei weiteren Mienenarbeitern, drei Freundinnen von Alina, die, wie sie als Dienstmädchen arbeiteten und vier andere, die sie aus der Nachbarschaft kannten. Natürlich war Jenkyns auch im Keller und bewachte pflichtbewusst den Eingang. Trotzdem waren die drei guter Dinge.



„Ihr wisst, warum wir uns hier versammeln?“ eröffnete Eric die Runde.

„Ich bin nur wegen dem Tee hier. Und um Alina zu sehen.“

Oric zwinkerte in ihre Richtung und winkte mit der unverletzten Hand.

„Da gibt es nichts zu spaßen! Dieser Sir Adam scheint etwas gegen uns zu haben. Wir müssen herausfinden weshalb.“

Er blickte ernst in die Runde.

„Wir haben keine Idee wonach wir suchen. Wir haben auch keine Hinweise darauf, ob an dem ganzen etwas dran ist. Die Erfolgschancen stehen nicht gerade günstig und wenn wir es vermasseln, werden wir wahrscheinlich am Galgen hängen.“

Unbehagen machte sich im Keller breit. Auch Eric merkte, dass er wohl etwas zu ehrlich und ausführlich war.

„Wenn wir aber zusammenarbeiten und alle am gleichen Strang ziehen können wir es schaffen. Wenn wir etwas finden, dass wir der Krone übergeben können, wird für jeden von uns etwas dabei herausspringen.“

Alina rettete die Situation und fuhr fort:

„Zunächst müssen wir uns einteilen. Wer übernimmt die Informationsbeschaffung?“

Die drei Dienstmädchen nickten und traten vor.

„Sehr gut. Seht zu, dass ihr die Pläne der Wachen beschaffen könnt. Wenn wir die Wachablösungen kennen, können sie uns nicht überraschen.“

Einer der Mienenarbeiter trat hervor und räusperte sich. Angelo hatte ihn noch nie gesehen.

„Hallo, ich bin der neue Steiger der Miene. Nach dem Einsturz vor wenigen Tagen wurde ich von der Krone hier her ab beordert, um nach dem Rechten zu sehen. Ich habe gute Kontakte zu den Adligen und so gut wie überall Zugang. Welche Informationen kann ich euch beschaffen?“

Alina war etwas überrumpelt. Zuvor hatte sie ihn gar nicht bemerkt.

„Wie war dein Name?“

„Bitte entschuldigt, Henry Stanley, sehr erfreut.“

„Oric, kann man ihm trauen?“

Er zuckte mit den Schultern.

„Er hat vielleicht Glubschaugen und spricht zwischendurch wie ein Schnösel, aber er hat mir zugehört als ich den Einsturz beschrieb. Ich glaube er ist in Ordnung.“

Alina nickte.

„Gut. Kannst du die Baupläne von Sir Adams Haus besorgen? Mal sehen ob wir einen geheimen Zugang finden.“

„Sehr wohl.“

Henry trat wieder zurück und verschwand förmlich in den Schatten der anderen drei Mienenarbeiter.

„Wir brauchen noch weitere Informationen. Könnt ihr euch ein wenig umhören? Jedes noch so kleine Gerücht könnte uns weiterhelfen.“

Sie blickte ihre Freunde aus der Nachbarschaft an und Steve, der so etwas wie ihr Sprecher war, nickte.

„Wir benötigen aber auch Werkzeuge und Waffen. Wenn wir einmal drin sind müssen wir uns auch wehren können und vielleicht die eine oder andere technische Spielerei überwinden.“

„Sag uns was du brauchst und wir holen es aus der Miene.“ sagte Silas.

„Sehr gut. brauchen wir sonst noch etwas?“

„Ich denke nicht“, antwortete Alina.

„Wenn wir uns in zwei Tagen noch einmal treffen können wir uns über das konkrete Vorgehen beraten. Bis dahin weiß wohl jeder was zu tun ist?“

Zustimmendes Gemurmel wurde laut.

„Aber denkt daran: Zu keinem ein Wort. Sonst ist es vorbei bevor es begonnen hat.“

Mit diesen Worten drehte sich Eric um und ging zur Tür. Jenkyns, der davor gelegen hatte, zwängte sich hindurch sobald sie sich einen Spalt öffnete. Einer nach dem Anderen verließ den Keller. Als Angelo sich auf den Weg nach oben machen wollte wurde er von Eric zur Seite gezogen.

„Du weißt, dass ich dir helfe. Du weißt, dass ich einiges geben würde, um die Aktion zum Erfolg zu führen. Aber eines garantiere ich dir: Wenn meiner Schwester etwas passiert, dann wünschst du dir du wärst in Italien geblieben und nie hergekommen. Verstanden?“

Angelo nickte sichtlich eingeschüchtert. Zu mehr war er nicht im Stande.

„Gut. Jetzt sorg dafür das alles klappt.“

Eric klopfte ihm auf die Schulter, dass er gegen die Kellerwand prallte. Nachdem er sein Gleichgewicht wiedergefunden hatte, machte er sich daran den anderen zu folgen.

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