• Sinnlosoph

Projekt Eden - 15. Kapitel

Aktualisiert: Juli 6

„Hartwin! Ich muss mit dir reden.“

Aufgeregt sprang Cate aus ihrem Sessel und stürmte zur Tür, die sie sogleich aufriss.

„Hartwin!“

Er schlenderte ihr ohne die geringste Spur von Eile auf sie zu.

„Was hast du jetzt wieder herausgefunden?“

„Wir müssen los. Wie schnell kannst du dein Schiff startklar machen?“

Er grinste breit.



„Zwei Minuten“ sagte er ruhig.

„Das ist zu lange wir müssen heute noch… Zwei Minuten?“

Hartwin verfiel in schallendes Gelächter.

„Klar. Seit du dich heute Mittag in der Kajüte eingesperrt hast und andauernd diese komischen Gestalten vorbei huschten wusste ich, es kann nicht mehr lange dauern.“

Er klopfte ihr ihm vorbei gehen auf die Schulter.

„Du hast wohl vergessen, dass ich dich schon einige Jahre kenne. Während du Besuch empfangen hast, ließ ich die Mannschaft alles vorbereiten. Auch dein Schiff wartet nur auf deine Befehle.“

Überrascht schaute sie ihm in die Augen und zuckte dann mit den Schultern.

„Also gut, das Ziel ist die Hauptstadt.“

Gemeinsam gingen sie an Deck.

„Klar, stechen wir ins Herz des Königreichs. Wäre die feine Dame so nett und weiht mich in den Plan hinter diesem Himmelfahrtskommando ein?“

Wortlos gab er das Zeichen zum Ablegen. Es kam Bewegung in die beiden nebeneinander liegenden Luftschiffe und kurze Zeit später bewegten sie sich in Richtung Ausgang.

„Einen Plan habe ich noch nicht. Wir müssen ein Gebäude im Zentrum der Stadt plündern. Es wird eine Parade stattfinden, bei der große Teile des Militärs einige Straßen weiter anwesend sein werden. Zudem sind Personen in diesem Haus, die ich lebend haben will.“

Hartwin schaute ihr tief in die Augen.

„Würde ich dich nicht besser kennen, würde ich nun lachen. Aber du meinst es ernst. Was erhoffst du dir davon? Du würdest die Jungfrau für kein Gold der Welt in solche Gefahr bringen.“

Sie wich seinem Blick aus.

„Ich habe eine Spur, die mit dem Mörder von Brandon in Verbindung steht“ erwiderte sie leise.

Sie schwiegen beide während sie durch die Enge aus dem Krähennest flogen und auf den offenen Himmel vor ihnen blickten. Links und rechts waren Kanonen positioniert, die nun wie zum Abschied auf sie gerichtet waren. Bald wären sie außer Reichweite und wieder auf sich selbst gestellt.

„Bis zur Stadt sind es einige Stunden. Lass uns bis dahin in meiner Kajüte einen Plan aufstellen.“

Er legte ihr seine rechte Hand auf die Schulter.

„Es klingt unmöglich. Aber zum Teufel! Wir sind nach Brandon die wohl berüchtigtsten Piraten des Südens! Wir finden einen Weg und wenn wir ihn erst freischießen müssen.“

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