• Sinnlosoph

Projekt Eden - 9. Kapitel

Wieder saßen sie zusammen am Tisch. Eric und Angelo hatten sich ein wenig von den neuesten Geschehnissen erholt. Eric hatte in Erfahrung gebracht, dass Sir Adam tatsächlich in einige undurchsichtige Machenschaften verwickelt war.

„Ihr könnt jedenfalls nicht mehr arbeiten.“

„Aber wir müssen doch etwas unternehmen! Wir können nicht einfach so herumsitzen und darauf warten, dass sich vielleicht etwas ändert.“

Alina betrat nun ebenfalls die Küche, dicht gefolgt von Jenkyns, der auf Futter hoffte.

„Wir könnten versuchen die Pläne von Sir Adam aufzudecken. So wie ich das sehe, hätte die Krone durchaus ein Interesse daran zu erfahren, was ihre Untertanen für Spiele spielen. Vor allem wenn Mord und Totschlag in Kauf genommen wird.“

„Das kommt nicht in Frage!“

Eric stand schlagartig auf. Angelo erschreckte sich so sehr, dass er sich an seinem Tee verschluckte und Jenkyns schoss wieder zur Tür hinaus durch die er gerade kam.

„Das ist viel zu gefährlich. Wir wissen nicht, was er vorhat. Zudem hat er genug Einfluss, um uns an den Galgen zu bringen.“

„Ist es dann nicht umso wichtiger ihn in seine Schranken zu weisen?“

„Alina hat recht.“ meldete sich Angelo zu Wort als er seine Lunge wieder unter Kontrolle hatte.

„Wir können nicht einfach abwarten. Es ist unsere Pflicht der Krone gegenüber unrecht aufzudecken.“

„Du hältst dich da raus, kleiner! Ich habe gesagt es ist zu gefährlich und dabei bleibt es!“

„Denk nach, wir haben Freunde in der Miene und bei der Luftfahrtgesellschaft. Ich glaube, wir könnten ein Netzwerk aufbauen und zunächst Informationen sammeln.“

„Genau! Als Stützpunkt könnten wir unseren geheimen Keller nehmen. Wenn wir erst einmal genug über Sir Adam wissen, können wir immer noch überlegen was wir tun werden.“

Eric war sichtlich verärgert darüber, dass sich Alina und Angelo gegen ihn stellten.

„Und was dann? Wollt ihr bei ihm einbrechen und ihn befragen?“

„Wenn es nicht anders geht, ja! Aber vielleicht finden wir ja einen Brief oder Vertrag, der uns weiterhilft.“

Angelos Augen begannen zu glühen.

„Ich weiß wo er wohnt. Ich kenne die Sicherheitsvorkehrungen und wie man sie umgeht. Ich könnte auch die eine oder andere Gerätschaft bauen, die es uns erleichtert.“

Eric schüttelte resigniert den Kopf.

„Einige meiner Freundinnen arbeiten bei der Wachstube. Sie könnten die Dienstpläne tauschen und uns so ein wenig Zeit verschaffen.“

Auch Alina schien von der Idee begeistert und steigerte sich immer weiter hinein.

„Wenn wir genug Unterstützung erhalten könnten, sollte es kein Problem werden bei Sir Adam einzubrechen.“

„Jetzt aber Mal langsam. Immer schön ein Schritt nach dem anderen. Sehen wir einmal, ob wir überhaupt genug Leute finden, die uns helfen würden.“

Eric blickte die beiden streng an.

„Damit das klar ist, ich unterstütze die Idee auf keinen Fall. Aber wenn ich euch nicht helfe wird es das reinste Himmelfahrtskommando.“

Er setzte sich wieder.

„Meine Schicht beginnt gleich. Ich werde mal bei einigen ein Wort fallen lassen. Aber ich glaube nicht, dass wir viele für dieses Vorhaben finden werden.“

„Wir brauchen nicht viele. Nur ein paar, die uns unterstützen.“

Angelo nickte zustimmend und trank den Rest seines Tees.

„Kannst du mir den Keller zeigen? Ich möchte mir unser Hauptquartier einmal ansehen.“

„Natürlich. Ich werde danach einige Freunde besuchen und bei ihnen nachfragen. Wenn wir heute Abend die erste Versammlung einberufen können wir uns ein genaueres Bild von allem machen.“

Alina stand auf und nahm Angelo bei der Hand. Gemeinsam verließen sie die Küche in Richtung Keller. Jenkyns, der sich vom Schrecken erholt hatte stahl sich wieder hinein und strich Eric um die Beine.

«Das wird uns alle ins Grab bringen» murmelte er und hob die Katze auf seinen Schoss.

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