• Sinnlosoph

Frage 74: Wie willst du die Ewigkeit verbringen?

Das ewige Leben ist für mich eine beängstigende Vorstellung. Umso wichtiger ist es, diese Ewigkeit mit jemandem zu verbringen, der einen Versteht. Bei der heutigen Ausgangslage haben wir das Glück, dass wir bis zum Ende gesund und fit bleiben.


Wenn wir Jahrhunderte zu Leben hätten und auch bis ans Ende gesund und fit bleiben, würdest du lieber einen erfahrenen und weisen Partner haben, oder jemand jüngeren der naiv ist?



Hier gehen wir also davon aus, dass wir ein gewisses Mass an Jugend behalten. In diesem Fall würde einer der wichtigsten Aspekte für einen jungen Partner entfallen. Schließlich wird auch jemand gleichaltriges nicht schneller faltig als man selbst. Der zweite Grund, der für einen jüngeren Partner spricht, ist eine Mentoren- oder Vorbildrolle. Ich weiß, dass es Menschen gibt, denen es wichtig ist, anderen überlegen zu sein. Hierbei geht es den meisten nicht darum, sich aufgrund der Tatsache besser zu fühlen. Sie wollen anderen helfen sich weiter zu entwickeln. Ich kann dieses Bedürfnis verstehen, schließlich ist das einer der Hauptgründe, weshalb ich unterrichte. In einer Partnerschaft ist das jedoch nichts für mich.


Ich bevorzuge es, wenn in einer Partnerschaft beide ihre Stärken und Schwächen ausleben dürfen und man sich gegenseitig unterstützt. Das heißt zum einen, dass man dort hilft, wo der andere Schwächen hat, ihm aber auch zeitgleich zeigt, wie er sich weiter entwickeln kann. Diese gegenseitigen Wachstumsimpulse lassen sich aber nur verwirklichen, wenn sich beide auf einem ähnlichen Level befinden. Für mich müsste mein Partner also ähnliche Ambitionen haben, wie ich selbst, wenn auch die persönlichen Fähigkeiten nicht zu ähnlich sein sollten.


Wenn ich nun vom anderen Ende ausgehen würde, so dass mein Partner wesentlich erfahrener wäre, würde es aus meiner Sicht ebenfalls noch funktionieren. Allerdings darf hier der unterschied nicht zu groß sein. Wenn ich noch in den Grundzügen der Physik feststecke, mein Partner aber bereits die Raketenwissenschaft gemeistert hat, würde es mich eher demotivieren als antreiben. Wahrscheinlich würde ich mir zum Ziel setzen ein ähnliches Niveau zu erreichen, damit wir wieder ein ungefähres Gleichgewicht vorweisen können. Das lässt sich aber ab einem gewissen Zeitpunkt kaum mehr realisieren.


Alles in allem hätte ich es aber dennoch lieber, wenn meine Partnerin intelligenter und erfolgreicher ist, als dass ich mit einer treudoofen Frau mein Leben verbringen müsste. Vor allem, wenn es so schmerzhaft lange wird.


Wie steht ihr dazu? Habt ihr es lieber, wenn euer Partner erfahrener ist und euch etwas beibringen kann, oder schlüpft ihr lieber in die Rolle des Mentors? Lasst es mich wissen!

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