• Sinnlosoph

Frage 16: Feminismus einmal umgekehrt

Als nächstes folgt ein immer wieder aktuelles Thema. Zum einen geht es um die Frauenquote und zum anderen und umgekehrten Feminismus. Auch hier habe ich mir einige Gedanken gemacht:


Wenn Frauen bedeutend schlauer wären als Männer und dazu auch noch härter arbeiten, würdest du Quoten an Schulen und bei Arbeitsplätzen einführen? Wenn ja, wie würdest du das einer qualifizierten Frau erklären, die deshalb von einem weniger qualifizierten Mann ersetzt wurde?



Es bleibt also offen, was von Quoten gehalten wird. Ich lasse vorerst offen, ob damit Männer oder Frauen gemeint sind.

Ich bin der Meinung, dass die Qualifikationen einer Person sie zum Job befähigen oder auch nicht. Das Geschlecht sollte hierbei nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ich sage bewusst untergeordnet, da es unter Umständen dennoch wichtig sein kann.


Ich hatte auch schon das Vergnügen über Bewerber zu entscheiden und entsprechende Stellen zu vergeben. Dabei bin ich in erster Linie von den Erfahrungen und Abschlüssen der Person ausgegangen. Allerdings spielte es bei meinen Entscheidungen eine große Rolle, wie die Person in das bestehende Team passt. Das wiederum begünstigte entweder einen Mann oder eine Frau. Je nachdem, was es im Team noch brauchte. 

In meinen Fällen handelte es sich aber immer um kleine Abteilungen, die aus maximal fünf Personen bestanden. Wer auch schon in einer solchen Konstellation gearbeitet hat weiß, dass eine einzelne Person sehr viel am Gesamtklima ändern kann. Weiter kam hinzu, dass es jeweils Berufe mit sehr direktem Kundenkontakt waren. Dabei ist eine Durchmischung immer vorteilhaft, da gewisse Themen eher einer Frau anvertraut werden, während andere Themen eher mit einem Mann besprochen werden. Um den Betrieb also möglichst effizient zu gestalten, lag es in meinem Interesse eine gute Mischung zu haben.


Bei Fach- und Führungspositionen, um die es bei dieser Thematik meisten geht, sehe ich die Sache jedoch anders. Hier sollte das Geschlecht gar keinen Einfluss mehr auf die Entscheidung haben. In diesen hierarchischen Ebenen sollten alle Beteiligten so weit entwickelt sein, dass sie sich nicht aufgrund des Geschlechts des Gesprächspartners anders verhalten. Wenn die Person nicht im Stande ist eine solche distanzierte und objektive Haltung einzunehmen ist sie definitiv nicht geeignet, das Unternehmen an der Spitze zu vertreten.


Falls ich einmal in der Situation sein sollte und wegen einer Quote einer qualifizierteren Person eine Absage geben muss, werde ich es dem entsprechend Formulieren. Ich würde mich von diesem Statement distanzieren aber dennoch die geltenden Rahmenbedingungen aufzeigen, so dass ich im besten Fall auf Verständnis hoffen kann. Im schlimmsten Fall wird es ein unangenehmes Gespräch, was aber leider zur Führung von Mitarbeitern dazu gehört.


Wie steht ihr zu solchen Quoten? Würdet ihr anders vorgehen, oder die Umsetzung sogar unterstützen? Lasst es mich wissen!

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