• Sinnlosoph

Frage 43: Die endlose Geschlechterdebatte

Nun hat der Feminismus auch diesen Blog erreicht. Die ultimative Frage, wenn es um Geschlechter, deren Rollen und deren Stand in der Gesellschaft geht.


Welches Geschlecht hat es in der heutigen Zeit einfacher?



Ich habe mich nie großartig für dieses Thema interessiert. Zum einen, weil ich keine Zeit oder Energie dafür aufwenden möchte und zum anderen, da es genügend andere gibt, die das bereits bis zum Exzess betreiben. Ich halte mich also immer schön aus solchen Diskussionen heraus.


Wenn wir aber den Blick auf die gesamte Gesellschaft richten, gibt es einige Ungleichheiten. Auf der einen Seite werden Frauen in gewissen Ländern wie Indien oder den Arabischen Emiraten bevormundet und haben praktisch keine Rechte. Auf der anderen Seite haben wir die europäische und amerikanische Gesellschaft, die die Gleichheit teilweise etwas zu genau nehmen und so wieder eine Ungleichheit schaffen. Was ich damit meine ist, dass in gewissen Ländern die Frauen auf eine Weise bevorzugt werden, die ebenfalls als Bevormundung angesehen werden kann. In einer perfekten Welt wäre eine solche Gegenbewegung nicht nötig und man würde den Menschen nach seinen Fähigkeiten und Eigenschaften bewerten, anstatt nach dem, was zwischen den Beinen passiert.


Ein weit verbreitetes Argument für eine zwanghafte Bevorzugung der Frau ist die Lohnungleichheit. Auf der einen Seite kann ich den Handlungsbedarf verstehen, wenn es wirklich einen Unterschied von um die 20% gibt. Es gibt allerdings auch genügend Studien, die einen Ungleichheit von lediglich einigen wenigen Prozenten ausweist. Der Grund für diese Unterschiede wird jeweils darin aufgeführt, dass bei der geringeren Ungleichheit eine genauere Messung der jeweiligen Stellen im Arbeitsmarkt und die Teilzeitarbeit eingerechnet wird. Dem zufolge sollte die zweistellige Abweichung lediglich darauf beruhen, dass bei der Berechnung einzig das Einkommen der Frauen mit dem Einkommen der Männer verglichen wird. Das wäre dann unabhängig von Anstellungsbedingungen, Position im Unternehmen und Berufserfahrung.


Ehrlich gesagt kenne ich mich nicht ausreichend aus, um der einen oder der anderen Seite recht zu geben. Dem entsprechend halte ich mich aus solchen Diskussionen heraus. Was ich jedoch aus Betriebswirtschaftlicher Sicht sagen kann ist folgendes: Wenn ich selbstständig bin und meinen weiblichen Angestellten auch nur 10% weniger zahlen muss, weshalb sollte ich dann noch Männer einstellen? Bei einem kleinen Unternehmen von 20 Personen hätte ich zwei ganze Arbeiter, die defacto umsonst für mich arbeiten. Es würde also wirtschaftlich keinen Sinn ergeben, anders zu handeln.

Dennoch finde ich auch als Mann einen Job und kann meine Brötchen verdienen. Anscheinend ist die Differenz also nicht ganz so groß, oder die entsprechenden Vorgesetzten sind so engstirnig, dass ihre Meinung gegenüber Frauen so gering ist und sie lieber mehr für einen Mann bezahlen.


Sollte es wirklich an den verbohrten alten Männern in der Teppichetage liegen gibt es Hoffnung. Ähnlich wie mit Homophobie und Ausländerhass werden diese früher oder später abdanken und Platz für eine neue Generation schaffen. Eine Generation, die in einer globalisierten Welt aufgewachsen ist und aus meiner Sicht etwas offener gegenüber anderen ist. Ich gehe also davon aus, dass ein ganzer Haufen der sozialen Probleme der Moderne in fünfzig Jahren ausgestorben sind. Bis dahin alte ich mich weiterhin aus der Debatte raus und überlasse es anderen.


Wie steht ihr zu der Sache? Habt ihr vielleicht konkrete Beispiele, abgesehen von der Lohndebatte, bei denen es das eine Geschlecht leichter hat als das andere? Lasst es mich wissen!

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