• Sinnlosoph

Frage 49: Verrücktes aus meinem Leben

Nun wird es wieder einmal persönlich. Allerdings muss ich euch vorwarnen: Ich bin nicht so interessant.


Was ist das Verrückteste, was du je getan hast? Würdest du es wieder tun?



Leider kann ich euch keine Story bieten, die außerordentlich oder speziell ist. Ich habe einige Dinge getan, die vielleicht nicht jeder machen würde, aber sie sind nicht so einzigartig, dass ich mich deswegen als etwas Besonderes fühle.


Eine recht harmlose Geschichte wäre, dass ich mir einmal in der Mittagspause ein Tattoo habe stechen lassen. Es war ein recht kleines am Nacken, das in knapp zwanzig Minuten fertig war. Die ganze Aktion war recht spontan, aber da es meine dritte Tätowierung war, war die Hemmschwelle nicht besonders hoch.


Ein anderes Mal bin ich auf einen Berg gestiegen mit der Absicht auf dem Gipfel zu übernachten. Leider war es etwas kälter als gedacht, so dass ich im Dunkeln wieder heruntergerannt bin. Beim Abstieg der knapp 1700 Höhenmeter hätte durchaus etwas schlimmeres passieren können, da ich teilweise in alpinem Gelände ohne Wegsicherung unterwegs war. Auf magische Art und Weise habe ich es aber unbeschadet wieder ins Tal geschafft.


Bei einer anderen Wanderung wollte ich einen Gletscher überqueren. Man muss noch erwähnen, dass ich mich mit Gletschern nicht sonderlich gut auskenne und grundsätzlich allein wandere. Das Ganze wurde dann auch noch dadurch beeinflusst, dass ich auf ca. 2500 Metern Höhe in einer Wolke landete und nur noch wenige Meter weit sah. Ich habe mich dann verlaufen und den Gletscher nicht gesehen. Irgendwann bin ich dann wieder an den Abstieg und an einem völlig anderen Ort heruntergekommen. Also auch wieder potenziell gefährlich, allerdings ohne großen Zwischenfall.


Vor mittlerweile zwei Jahren bin ich recht spontan für eineinhalb Wochen allein nach Bali gereist. Das ganze nur mit Handgepäck indem nur zwei Wechselshirts, Unterwäsche und ein Notizbuch drin war. Ein Hotel hatte ich nicht und ich organisierte mich vor Ort. Nach dem ersten Kulturschock war es eine recht schöne Zeit, auch wenn mir das Klima etwas zu schaffen machte. Ach ja, das war zu der Zeit, als der Vulkan Agung gerade aktiv war. Am Tag vor meine Anreise wurde der Flughafen wieder geöffnet und während meiner Anwesenheit spuckte er nur zwei Mal ein wenig Asche.


Während meinem Studium gab es eine Zeit von etwa einem Monat, bei der ich maximal zwei Stunden am Tag schlief. Gemeistert habe ich das durch polyphasische Schlafrhythmen. Der Uberman war hierbei die extremste Form, aber gleichzeitig auch die, die ich am besten ertragen habe. Ich würde es nicht unbedingt empfehlen, außer die Zeit ist wirklich knapp bemessen und du hast extrem viel zu tun und die Deadlines lassen sich nicht verschieben.


Wie ihr seht, bin ich ein Mensch der gerne auch riskante Dinge probiert. Allerdings war nichts davon jemals wirklich folgenreich, wenn auch teilweise potentiell tödlich. Grundsätzlich würde ich das alles wieder tun. Einzige Ausnahme bildet hierbei der polyphasische Schlafrhythmus. Der war nicht wirklich angenehm.

Ich glaube, in Zukunft werde ich weiterhin solche kleine Abenteuer antreten, die ein gewisses Risiko bergen, aber wahrscheinlich reibungslos verlaufen werden.


Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon verrückte Dinge gemacht, die die meisten abschrecken würden? Ich bin offen für eure Vorschläge. Lasst es mich wissen!

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