• Sinnlosoph

Frage 206: Wie hart bist du zu anderen?

Ich bin mein größter Kritiker. Das alleine sollte schon Antwort genug geben. Deshalb gehe ich mehr darauf ein, weshalb das so ist.


Urteilst du härter oder sanfter über andere als über dich selbst?



Ich verlange von mir immer mehr, als ich leisten kann. Auf diese weise schaffe ich es immer wieder mich selbst zu übertreffen. Allerdings bin ich auch niemals zufrieden mit meiner Leistung. Wahrscheinlich ist das auch ein Grund, weshalb meine Depressionen niemals ganz verschwinden werden.


Von anderen erwarte ich in der Regel ebenfalls sehr viel. Hier kommt es aber zusätzlich darauf an, in welches Kontext wir stehen. In meinem Studium gab es zum Beispiel regelmäßige Gruppenarbeiten. Meist übernahm ich die ganze Arbeit, weil ich die beste Leistung erzielte. Die anderen wurden dadurch zu Nutznießer meiner Fähigkeiten, aber das war mir lieber, als dass meine Note durch ihre stümperhafte Arbeit herabgewürdigt wurde.


Anders sieht es aus, wenn ich mit dem Ergebnis nicht in Verbindung stehe. In Frage 196 habe ich bereits erwähnt, dass ich gnadenlos ehrlich bin, wenn ich um meine Meinung gebeten werde. Wenn ich jedoch etwas von jemand anderem einfordere, erwarte ich in der Regel nur, dass es pünktlich und in annehmbarer Qualität geliefert wird. Da darf es auch einige Macken haben. Solange es dem Zweck dienlich ist, soll es mir recht sein.


Generell würde ich also behaupten, dass ich zu anderen um einiges netter bin als zu mir selbst. Wo es aber darauf ankommt, reiße ich es gerne an mich, um mein alles überstrahlendes Selbstbewusstsein in Bezug auf meine Fähigkeiten zu nutzen. Das unterstreicht am Ende vor allem meine Arroganz, soll mir aber auch recht sein.


Wie geht ihr damit um? Seid ihr zu anderen netter, oder lasst ihr euch selbst den einen oder anderen Fehler durchgehen? Lasst es mich wissen!

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