• Sinnlosoph

Frage 52: Intensität oder Stabilität in der Liebe

Heute geht es schon wieder um die Liebe. Diesmal wird jedoch die Art der Beziehung analysiert.


Was ist dir in der Liebe wichtiger: Intensität oder Stabilität? Würdest du eine Beziehung eingehen, die lange Zeit wunderbar ist, jedoch tragisch endet?



Aktuell möchte ich gar keine Beziehung. Ich genieße die Freiheit, die sich daraus ergibt, keine Rücksicht auf einen Partner nehmen zu müssen. Das meine ich nun nicht auf sexueller Ebene, sondern bei der Planung der eigenen Agenda. Ich kann spontan auch grössere Entscheide fällen und dem entsprechend auch grössere Risiken eingehen. Schlussendlich muss nur ich damit leben können und keinerlei Erwartungshaltung einer anderen Person befriedigen. Zudem bietet das fehlende Verlangen nach jemanden ungeahnte freie Zeit. Wenn ich nicht jede freie Minute an eine bestimmte Person denken muss, kann ich mich auf meine Projekte fokussieren und erreiche diese wahrscheinlich schneller.


Wenn ich dann aber wieder eine Beziehung möchte, werde ich mich darauf konzentrieren, die Frau fürs Leben zu finden. Ich sehe keinen Grund dafür, Zeit und Energie in etwas zu stecken, wenn es nicht langfristig ausgelegt ist. Es muss aus meiner Sicht also nicht die perfekte Lovestory sein, die verfilmt und mit der Welt geteilt gehört. Es muss jedoch auf einer tieferen Ebene so weit stimmen, dass man sich auf einander verlassen kann und beide auf ein großes Ziel hinarbeiten. Mein Wunsch ist es, dass ich mich mit ihr auch ohne Worte verstehe, wir uns aber auch lange und ausgiebig über Themen unterhalten können, die uns bewegen. Wir pushen uns gegenseitig jeden Tag, damit wir irgendwann die beste Version unserer Selbst sein können und akzeptieren die Fehler und Makel des anderen. Bis ich so jemanden treffe, bleibe ich lieber allein.


Ich würde mir also lieber eine stabile Beziehung wünschen, die mir Sicherheit und Rückendeckung gibt, anstatt die paar Stunden in einem High zu verbringen und die Welt um mich herum zu vergessen. Das gibt dann auch die Antwort auf die zweite Frage. Wenn ich weiß, dass die Beziehung tragisch endet, wieso sollte ich mich dann dafür bemühen? Hier muss jedoch noch differenziert werden, was ein tragisches Ende ist. Wenn der Partner in einem Unfall stirbt und ich nichts dafürkann, würde ich die verbleibende Zeit auskosten und nutzen. Wenn es bedeutet, dass der Partner einfach nur eine Behinderung erhält, verweise ich gern auf meinen Eintrag "Eine Behinderung ist kein Hindernis". Wird aber davon ausgegangen, dass einer der beiden Partner den anderen betrügt und hintergeht, beziehungsweise auf eine andere Art emotional verletzt oder ausnutzt, ist es aus meiner Sicht reine Zeitverschwendung. Da können die wenigen Stunden, die im Glück verbracht wurden, noch so ekstatisch und berührend sein.


Was haltet ihr davon? Was wünscht ihr euch für eine Beziehung? Seht ihr einen Pluspunkt bei intensiven, aber kurzen Romanzen, den ich übersehen habe? Lasst es mich wissen!

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