• Sinnlosoph

Frage 46: Kontrolliere die Ereignisse oder kontrolliere dich

Das Ding mit der Kontrolle ist, dass es sich meist nur um eine Illusion handelt, die einen beruhigen soll. Oft hat man gar keinen Einfluss auf etwas und man redet es sich nur ein. Zudem ist es in vielen Bereichen schädlich, alles kontrollieren zu wollen, da der natürliche Fluss unterbrochen wird.


Wärst du glücklicher mit mehr Kontrolle über dein Leben, oder mit mehr Kontrolle über deine Reaktion auf unerwartetes? Wie kannst du mehr Kontrolle erlangen?



Ich glaube, ich habe mein Leben in so Fern unter Kontrolle, dass ich recht schnell auf neue Begebenheiten reagieren kann. Ich habe keinen festen Masterplan, der genau nach Schema ablaufen muss, um erfolgreich zu sein. Dafür habe ich allgemein gehaltene Ziele, die ich auf unterschiedlichste Arten erreichen kann. Wenn mir das Leben nun also einen Stein in den Weg stellt, suche ich einen Weg drum herum. Ich kann nicht kontrollieren, wo der Stein landet, oder wie ich um ihn herumkomme. Ich kann aber dafür sorgen, dass ich das Beste aus der Situation mache.


Aktuell bin ich auf Arbeitssuche. Dabei habe ich bewusst unterschiedliche Möglichkeiten offengelassen. Das heißt, ich habe mich im Bereich der Banken, des Prozessmanagements, Projektleitung, Wirtschaftsprüfung und natürlich wieder in der Bildung beworben. Ich weiß noch nicht, in welche Richtung es nun weiter geht. Fest steht jedoch, dass ich in alle Richtungen Möglichkeiten habe um mich zu Entwickeln. Durch diese Entwicklung komme ich dann meinem Ziel ein Stück näher. Am Ende ist es mir egal, ob ich dann ein Wirtschaftsprüfer, Schulleiter oder Business Analyst bin.


Um auf die Ursprungsfrage einzugehen glaube ich nicht, dass das Leben kontrolliert werden kann. Es gibt dafür einfach zu viele Variablen und es wird immer wieder etwas geben, das nicht nach Plan verläuft. Wie man darauf reagiert liegt schon eher in der eigenen Verantwortung. Hier kann man sich aktiv darauf vorbereiten und bereits im Vorfeld andere Möglichkeiten abklären. Das führt vielleicht dazu, dass man als Opportunist abgestempelt wird. Ich habe mit dieser Bezeichnung als Begründung kürzlich eine Stellenabsage erhalten. Dennoch bleibe ich dabei, dass das der für mich richtige Weg ist.


Was ich hier aber ebenfalls erwähnen möchte ist, dass eine gewisse Flexibilität wichtig ist. Es ist für mich aber mindestens so wichtig, eine Entscheidung mit vollem Elan zu tragen. Aktuell befinde ich mich in einer Phase, wo alles möglich ist. Der Weg steht mir offen und ich kann die Vor- und Nachteile der einzelnen Möglichkeiten abwägen. Wenn ich mich dann aber für eine Richtung entscheide, mache ich das Beste daraus und bin mit meiner ganzen Aufmerksamkeit und Loyalität dabei. Die daraus entstehenden Opportunitätskosten muss ich dann genau so in Kauf nehmen wie die sich bietenden Möglichkeiten. Das bezieht sich dann auch nicht nur auf die eigene Karriere, sondern auf alle Bereiche des Lebens. Ich handle also auch bei Beziehungen, familiären Angelegenheiten und meinem allgemeinen Tagesablauf nach dem gleichen Prinzip.


Ich würde also abschließend sagen, dass eine gesunde Einstellung zum Wandel und ein gewisser Ehrgeiz, immer das Beste aus der Sache zu machen mein Schlüssel ist. Das heißt nicht, dass dieses Vorgehen für jeden geeignet ist, aber in meinem Fall kann ich ganz gut damit leben.


Wie steht ihr dazu? Seid ihr ebenfalls Opportunisten, die Gelegenheiten nutzen, oder verfolgt ihr eher einen strengen Pfad? Glaubt ihr, das Leben lässt sich kontrollieren und planen? Lasst es mich wissen!

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