• Sinnlosoph

Frage 96: Was ist die schlimmste Krankheit?

Heute geht es einmal mehr um ein düsteres Thema. Krankheiten betreffen uns gerade in den Wintermonaten immer häufiger. Dennoch gibt es Unterschiede. Wo uns einige lediglich einige Tage ans Bett fesseln, führen andere früher oder später direkt ins Grab.


Wenn du die Forschung so beeinflussen könntest, dass eine Krankheit in fünfzehn Jahren komplett heilbar wird, aber nur wenig Fortschritte in allen anderen Bereichen gemacht werden, würdest du es tun? Welche Krankheit würdest du bevorzugen?



Die Idee ist eigentlich gar nicht so verkehrt. Wenn man die gesamten Forschungsmaßnahmen, die aktuell im Bereich der Pathologie durchgeführt werden zusammenfasst, würde wahrscheinlich jede Krankheit bereits in weniger als fünfzehn Jahren geheilt sein. Allerdings würde das auch bedeuten, dass der gesamtnutzen für die Menschheit entsprechend sinken würde. Immerhin führen Forschungen an einem Ende der Liste oft genug zu Erfolgen am anderen Ende.


Wenn ich mich nun entscheiden müsste, wäre ich in erster Linie und aus persönlichen Gründen daran interessiert Herzkrankheiten und die verschiedenen Krebssorten zu heilen. Ein weiterer Punkt wäre Diabetes. Das sind die drei Krankheiten, für die ich aufgrund meiner Gene nicht gerade den besten Stand habe. Es ist sogar ziemlich wahrscheinlich, dass eine der drei mein Todesurteil sein wird. Wenn ich mir zudem die verbreitetsten Todesursachen in der westlichen Welt ansehe, würde damit wahrscheinlich nicht nur mir, sondern einem ziemlich großen Teil der Bevölkerung geholfen sein.


Eine Alternative wäre, dass sich die Forschung auf die einfache Grippe fokussiert. Für einen gesunden Menschen im arbeitsfähigen Alter bedeutet die Grippe in der Regel eine bis zwei Wochen Bettruhe. Danach ist man wieder fit. Allerdings führt diese Krankheit bei alten oder angeschlagenen Personen gerne auch zu schlimmeren Folgen wie einer Lungenentzündung und anschließendem Tod. Auch hier habe ich bereits einen Verlust in der Familie zu verzeichnen, wo nach einer Operation nicht mehr genug Kraft vorhanden war, um die anschließende Grippe zu besiegen.


Wahrscheinlich würden beide Ansätze viele Leben retten. Allerdings würden so die restlichen Krankheiten ungebremst ihren Tribut einfordern. Natürlich hätten wir nach dieser Zeit einen gewissen Vorteil, da wir neue Diagnose und Behandlungsmethoden kennen, die vielleicht auch andernorts eingesetzt werden können. Es könnte aber genauso gut sein, dass die restlichen Krankheiten in der Zwischenzeit mutieren und neue Formen bilden, die noch schwieriger zu bekämpfen sind. Als Stichwort sei hier die Antibiotikaresistenz einzelner Erreger zu nennen.


Unter dem Strich glaube ich, dass die Vielfallt der Forschung auch dafür verantwortlich ist, dass wir überhaupt einen Fortschritt zu verzeichnen haben. Ich würde es also gar nicht auf einzelne Krankheiten beschränken, sondern vielmehr der Gesamtumsatz in der Forschung erhöhen wollen.

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