• Sinnlosoph

Frage 3: Welche Obsession würdest du wählen?

Mit der dritten Frage kommen wir wieder auf die erste wirklich persönliche Frage. Im Laufe seines Lebens schafft sich der Mensch in der Regel eigene Zwänge. Hier geht es aber darum, aus vorgegebenen Auszuwählen und das vermeintlich geringe Übel zu identifizieren:


Wenn du eine Obsession wählen müsstest, welche der folgenden wäre es: Geld, Sex, Sport, Religion oder Essen?



Hier haben wir also die Wahl aus fünf Möglichkeiten. Ich bin bei dieser Wahl bereits etwas vorbelastet. Dennoch möchte ich auf die einzelnen Punkte eingehen. Damit es etwas spannender wird zäumen wir das Pferd von hinten auf.


Vielen würden sich wohl im Essen wiedererkennen. Schließlich ist es etwas, das alle machen und zum natürlichen Tagesablauf dazu gehört. Kaum jemand hat etwas gegen gutes Essen, sei es nun ein feines Filet oder ein frisch gepresster Fruchtsaft. Ich hatte allerdings auch schon Zeiten in meinem Leben, da war das Essen lediglich ein Mittel zum Zweck, um nicht zu verhungern und somit lediglich eine lästige Zeitverschwendung. Mittlerweile habe ich wieder ein gesundes Verhältnis zur Nahrungsaufnahme, kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen ein zwanghaftes Verhältnis damit einzugehen.


Die Religion kann dem einen oder anderen kraft in einer dunklen Stunde geben. Wieder andere sehen es als Sinn des Lebens an. Ich für meinen Teil habe meine eigene Vorstellung, die sich vielleicht zu großen Teilen am Christentum orientiert, sich aber nicht immer damit deckt. Dem entsprechend bin ich offiziell konfessionslos und lebe ganz gut damit. Damit bei mir nun ein derart großer Wechsel in der Weltanschauung vonstattengeht, müsste einiges passieren und wahrscheinlich eine neue Religion gegründet werden. Die bestehenden haben auf jeden Fall zu viel Dreck am Stecken, um meine Gunst zu gewinnen. Zudem hat die Vergangenheit allzu oft gezeigt, zu was religiöser Fanatismus führen kann.


In der Mitte angelangt findet sich die wahrscheinlich gesündeste Obsession. Wobei ich auch hier davon ausgehe, dass ein krankhaftes Verhältnis geschaffen wird. Da Sport durchaus eine Sucht sein kann, ist die vermeintlich gesündeste Antwort wahrscheinlich eine, die einen relativ schnell ins Grab befördern kann. Immerhin kann der Körper nur eine gewisse Leistung vollbringen und braucht danach entsprechende Ruhephasen. Werden diese nicht eingehalten, richtet man sich zugrunde. Ich selbst mache gerne Sport und wandere in den Alpen. Dennoch würde ich nicht dieses Übel wählen.


Der Urtrieb allen Lebens. Wenn man sich an die Jugend zurückerinnert, kommt es einem vielleicht so vor, als hätte man mit diesem übermäßigen Verlangen bereits Bekanntschaft gemacht. Auf den ersten Blick scheint es auch nicht so wild zu sein. Stell dir aber vor, es steigert sich zu einem unstillbaren verlangen. Heute ist es wirklich leicht, das Bedürfnis zu befriedigen. Bei einem 24/7 bedarf wird es aber entweder ziemlich teuer, oder es braucht einen ähnlich veranlagten Partner. In jedem Fall bleibt nicht mehr viel Zeit für die anderen Dinge im Leben. Ich für meinen Teil lebe ganz gut mit meiner bescheidenen Libido und möchte es auch dabei belassen.


Bleibt also noch der letzte Vorschlag: Geld. Wie gesagt bin ich schon ein wenig vorbelastet. Geld war für mich schon immer ein zentraler Punkt. Dabei möchte ich meinen Reichtum nicht prahlerisch zeigen und mir Anerkennung kaufen. Ich mag es aber, wenn am Ende des Monats der Kontostand grösser ist als dreißig Tage davor. Zudem gibt es mir die nötige Sicherheit und Freiheit einige Wagnisse einzugehen, die ich ohne mein Polster nicht könnte. Es liest sich also heraus, dass ich Geld wählen würde, da sich dabei für mich nicht wirklich etwas ändern würde.


Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr bereits eine dieser Zwänge? Und wenn nicht, welche wäre für euch das geringste Übel? Lasst es mich wissen!

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