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Regeln Brechen - Smarte Ziele

Der erste Schritt besteht immer darin, ein Ziel zu definieren. Ohne Ziele kann kein Weg bestimmt werden und man driftet ohne Sinn dahin. Dabei kann durchaus das eine oder andere erreicht werden. Wir möchten uns hier jedoch darauf konzentrieren, etwas klar Definiertes zu erreichen. Für mich bedeutete das also, dass ich mir bereits vor Beginn des Schreibprozesses das fertige Produkt vorstellen musste. Ich hatte also schon vor der konkreten Zielsetzung eine Ahnung davon, in welche Richtung es gehen soll und wie der Umfang in etwa aussehen müsste. Dafür ist es nötig einigen Grundregeln zu Folgen. Heute wendet man dafür meist die SMART Formel an. Bei diesem Annagramm steht jeder einzelne Buchstabe für eine bestimmte Eigenschaft, die das Ziel erfüllen muss. Sehen wir uns diese Formel einmal im Detail an. Ich nehme für alle fünf Faktoren dieselben drei Beispiele, damit ein Gefühl für die Zieldefinition vermittelt werden kann.


S – Spezifisch

Damit ist gemeint, dass das Ziel eindeutig zu identifizieren ist. Ausgangslage ist in der Regel ein Problem oder ein Umstand, der geändert werden muss. Beschreibt dieses Problem so genau wie möglich, damit bei den weiteren Schritten eine entsprechende Handlung definiert werden kann. Wichtig ist hier, dass noch keine effektiven Arbeitsschritte eingebracht werden. Der Fokus liegt viel mehr darauf, einen Leitsatz zu finden, an dem sich die Zielentwicklung orientiert.

Bei meinem Buch war die Problemstellung relativ einfach: Ich hatte eine Idee und wollte diese ausarbeiten und veröffentlichen. Eine schlechte Zieldefinition wäre: Ich will ein Buch schreiben. Hierbei wird nichts über das Projekt selbst, oder die zu Grunde liegende Problematik festgehalten. Ein Buch kann vieles Sein: Ein Roman, ein Sachbuch, ein Schlagwortverzeichnis. Für meinen Fall habe ich also folgende Definition gewählt: Ich will mit meinen Ideen ein Sachbuch zur Zielerreichung schreiben, dass ich als E-Book veröffentlichen kann. Damit ist schon festgehalten, welches Thema ich bearbeite und wie ich es am Ende auf den Markt bringen will. Zudem steht auch fest, dass ich meine gesammelten Ideen dafür verwenden möchte.

Bei einem zweiten Beispiel nehmen wir an, dass wir mehr Geld haben möchten. Wenn wir als Ziel nun festhalten: Ich will mehr Geld sagt das herzlich wenig aus. Soll der Monatslohn wachsen, oder wollen wir einfach eine Reserve auf dem Konto? Der Umstand, dass man mehr Geld will, ist wahrscheinlich universell auf die meisten Menschen anwendbar. Jedoch versteht jeder einzelne bei der genauen Umsetzung etwas anders. Wir müssen also auch hier konkreter werden. Ein möglicher Ansatz wäre: Ich will Geld sparen, damit ich im Alter abgesichert bin. Damit ist schon einmal klar, dass der aktuelle Lohn nicht im Zentrum der Zielerreichung steht. Dieser kann dann trotzdem wieder bei der Umsetzung herangezogen werden. In erster Linie geht es aber darum, eine Reserve aufzubauen, die dann für das Alter angelegt wird. Wahlweise kann hier auch schon ein bestimmter Betrag definiert werden. Dieser wird dann aber vor allem im nächsten Schritt das zentrale Thema, wenn es um die Messbarkeit geht.

Als letztes Beispiel nehmen wir die Gesundheit. Auch hier gibt es unterschiedliche Arten ein Ziel zu definieren. Ein Einfaches: Ich will gesünder Leben umfasst zu viele Aspekte, als dass es konkret wäre. Besser ist es, sich auf die einzelnen Teilbereiche der Gesundheit zu fokussieren. Mögliche Bereiche sind Bewegung, Suchtmittel, Gewicht oder Ernährung. Es gibt natürlich noch weitere Punkte, die als Basis dienen können. Ich beschränke mich bei diesem Beispiel auf das Gewicht und die Ernährung, da diese Hand in Hand gehen. Eine bessere Definition wäre hierbei: Ich will abnehmen und mich gesünder ernähren. Allerdings haben wir immer noch das Problem, dass eine gesündere Ernährung auf viele Aspekte angewandt werden kann. Noch besser wäre also: Ich will abnehmen und auf Softdrinks verzichten. Auch hier kann wahlweise bereits mit einem konkreten Gewicht gearbeitet werden, wobei das auch wieder im nächsten Punkt relevant wird.

Am Ende der spezifischen Zieldefinition muss euch und jedem anderen klar sein, was ihr erreichen möchtet. Es darf keinen Spielraum mehr geben, wie es gemeint sein könnte. Eine fremde Person, die noch nie mit euch Kontakt hatte, sollte zum gleichen Ergebnis kommen, wie der beste Freund oder die eigene Mutter. Zudem wird hier noch nicht von konkreten Aktionen gesprochen. Diese sind hier noch viel zu früh. Wir wissen noch nicht definitiv, wohin die Reise geht, also können wir auch noch keine klare Route festlegen.


M – Messbar

Das bedingt auch eine gewisse Messbarkeit. Wenn wir die Zielerreichung am Ende nicht messen können, können wir nicht evaluieren, ob wir es erreicht haben. Dann neigt der Mensch dazu sich besser zu sehen, als er tatsächlich ist und auch 95% werden als totaler Erfolg verbucht.

Um eine Messbarkeit zu erreichen, benötigt es zählbare Faktoren. In meinem Fall hieß das, dass ich ein fertiges Sachbuch schreiben möchte, welches einhundert Seiten, beziehungsweise zwanzig bis fünfundzwanzigtausend Wörter umfasst. Damit habe ich eine Klare Richtlinie, an der ich mich orientieren kann. Wenn ich am Ende nur die Hälfte erreichte, habe ich vielleicht ein Buch, welches aber nicht meinen gesetzten Voraussetzungen entspricht.

Das zweite Ziel betrifft wieder die persönlichen Finanzen: Ich will mindestens 100'000.- auf meinem Konto haben. Eine einfache Behauptung wie: Ich möchte reich sein! Ist nicht genug. Wie messt ihr Reichtum? Für den einen sind es drei Monatslöhne auf dem Konto, andere wollen eine Yacht. Mit einer klar definierten Summe stellt sich die Frage nicht und man klar festhalten, ob der Betrag erreicht wurde oder nicht.

Das dritte Beispiel: die persönliche Gesundheit. Ein schlechtes Ziel wäre auch hier: Ich möchte gesund sein. Damit können wir im Nachhinein nicht eindeutig feststellen, ob wir das Ziel erreicht haben. Sind wir gesund, wenn wir einfach keinen Husten haben? Oder erst, wenn wir die Treppe zum zweiten Stock nehmen können, ohne danach außer Atem zu sein? Eine bessere Formulierung bezieht sich wieder auf einzelne Bereiche. Gerade hier können auch mehrere Teilbereiche zusammengefasst werden: Ich will zehn Kilogramm abnehmen und auf Softdrinks verzichten. Beides sind Werte, die eindeutig festgehalten werden und bei der Reflexion am Ende überprüft werden können. Dem entsprechend lässt sich festhalten, ob das Ziel erreicht wurde, oder auch nicht.

Wichtig ist, dass es für ein Ziel nur zwei Stadien gibt: Erreicht oder nicht erreicht. Es gibt kein gut genug und auch nicht zu großen Teilen erfüllt. Ein gutes Ziel kann eindeutig überprüft werden und lässt keinen Spielraum bei der Einschätzung des Ergebnisses zu. Auch hier werden noch keine konkreten Handlungen definiert. Wir wissen nun, was das Ziel ist und wie wir es am Ende messen wollen. Allerdings fehlen uns noch einige Komponenten, um den genauen Weg einzuschätzen.


A – Attraktiv

In der dritten Phase der Zieldefinition kommen wir bereits auf die eigene Motivation zu sprechen. Grundsätzlich können auch Ziele erreicht werden, die nicht von sich aus motivierend sind. Für den Durchhaltewillen ist es aber von Nutzen, wenn daraus entstehende Vorteile bereits jetzt festgehalten werden. Hierbei können auch daraus abgeleitete Vorteile herangezogen werden. Man kann also durchaus kreativ sein.

Bei diesem Buch hatte ich zwei große Motivatoren. Zum einen wollte ich mir selbst beweisen, dass ich dazu fähig bin und zum anderen wollte ich schon immer ein Buch mit meinem Namen veröffentlichen. Daneben hatte ich noch eine Reihe kleinerer Motivatoren, die mich täglich dazu antrieben. Zum Beispiel lässt sich mit einem E-Book Geld verdienen, ich kann anderen Menschen helfen, indem ich meine Erfahrungen und Einschätzungen mit ihnen Teile und ich schreibe gerne. Vor allem der letzte Punkt führte dazu, dass es für mich meist eher eine Erholung anstelle von Arbeit war.

Wenn es um die Finanzen geht, können ebenfalls verschiedene Faktoren unterschiedlich motivierend wirken. Vielleicht besteht eine Angst, im Alter der Armut ausgeliefert zu sein. Vielleicht möchte man seinen Nachkommen etwas hinterlassen oder sie nicht für eine allfällige Pflege im Alter aufbieten müssen. Vielleicht will man sich aber auch nur etwas Großes wie ein Auto oder eine Kreuzfahrt gönnen. Womöglich will man sich auch eine Auszeit von der Arbeit nehmen oder einfach die Sicherheit einer Reserve genießen. Welcher dieser Punkte am Ende auf einen zutrifft, ist individuell. Hier darf sich jeder austoben und seine eigenen finanziellen wünsche als Motivator setzen.

Die Gesundheit ist ein zentraler Punkt in vielen gesellschaftlichen Aktionen. Es kann aber auch einen finanziellen Grund haben. Zum Beispiel führt starkes Übergewicht zu vermehrten Arztbesuchen, die die Haushaltskasse beeinträchtigen. Vielleicht hat man das Gefühl nicht attraktiv genug zu sein. Womöglich hat man aufgrund des Übergewichts bereits erste Gelenksprobleme. All das könnten mögliche Motivatoren sein. Einige banalere Gründe, die aber nicht minder mächtig sind, könnten bestimmte Kleider sein, in die man wieder hineinpassen möchte. Es kann eine Sportveranstaltung sein, an der man teilnehmen möchte oder eine sportliche Leistung, die man erreichen will. Auch hier sind die Gründe vielfältig und man darf seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Das Thema der Attraktivität ist sehr stark subjektiv. Jeder wird durch andere Themen motiviert. Was für den einen eine Zeitverschwendung ist, ist für den anderen ein erholsames Hobby. Versucht die Auswirkungen der Zielerreichung zu erfassen und die Möglichkeiten daraus als Motivatoren zu gewinnen. Wenn ihr danach bei der Umsetzung ein Tief habt, könnt ihr euch diese Konsequenzen vor Augen führen, um doch dran zu bleiben. Versucht dabei bei positiven Effekten zu bleiben. An dieser Stelle nutzen wir noch keine negativen Folgen, die bei einem Scheitern eintreten könnten. Versucht, dass ihr ein gutes Gefühl bekommt, wenn ihr an die Zielerreichung und den daraus resultierenden Möglichkeiten denkt.


R - Realistisch

Hier kommen wir auf die Realisierbarkeit des Zieles zu sprechen. Da dieses Buch «Regeln brechen» heißt, werden wir hier aber bewusst von der gängigen Lehre abweichen, beziehungsweise die Auffassung des realistisch Möglichen etwas ausdehnen. Grundsätzlich muss ein Ziel natürlich erreichbar sein. Den Mond auf die Erde zu holen ist nicht nur unrealistisch, sondern aktuell unmöglich. Allerdings ist die allgemeine Auffassung dessen, was möglich ist, meist weit von dem entfernt, was tatsächlich machbar wäre. Sehen wir es uns im Detail an:

Ein durchschnittlicher Autor schreibt am Tag zwischen dreihundert und fünfhundert Wörter. Wenn wir dies als Maßstab nehmen und die unter Punkt zwei definierten Wörtermenge schreiben wollen, dauert es etwa siebzig bis neunzig Tage. Es gibt jedoch auch Autoren, wie zum Beispiel Stephen King, die weit mehr als das Schreiben. Er hat sich als tägliches Ziel mindestens zweitausend Wörter gesetzt. Damit würde dieses Projekt nur noch zehn bis dreizehn Tage dauern. Das bedeutet also, dass bei einer normalen Arbeitswoche von fünf Tagen zwischen zwei Wochen und drei Monaten verstreichen, bis das Endprodukt vorliegt. Ich habe mir das Ziel gesetzt, das Ganze in zwei Wochen zu schaffen. Inklusive der Überarbeitung und allen Schritten zur Veröffentlichung. Das bedeutet, dass ich entweder an jedem einzelnen Tag über tausendvierhundert Wörter schreiben muss oder, wenn ich das Wochenende frei haben möchte, sogar zweitausend Wörter nötig sind. So hätte ich mein unterstes Ziel erreicht, müsste aber den Text gleich am selben Tag überarbeiten. Damit ich mehr Zeit für den Feinschliff habe, verdopple ich die Menge und leiste die Schreibarbeit in einer einzigen Woche. Ist das realisierbar? Natürlich! Wird es leicht? Auf keinen Fall!

Bei den Finanzen zeichnet sich ein ähnliches Bild. Die meisten Menschen sparen jeden Monat zwischen fünf und fünfzehn Prozent ihres Lohnes. Bei einem monatlichen Lohn von 5000. würde es also zwischen elf und dreiunddreißig Jahre dauern, um die geforderten 100'000. zu sparen. Niemand hat Lust, so lange zu warten. Also schrauben wir die Zahl nach oben. Wie wäre es mit fünfzig Prozent? Damit würde es nur noch etwas mehr als drei Jahre dauern. Auch hier gilt wieder: Ist das möglich? Mit gewissen Einschränkungen sicher. Wird es einfach? Garantiert nicht.

Im Bereich der Gesundheit gibt es einige Grenzen, die auch mit einem noch so ambitionierten Vorhaben nicht umgesetzt werden können. Dem entsprechend ist es schlicht unmöglich zehn Kilogramm an einem Tag zu verlieren. Wir können uns aber anderweitig behelfen und die Sache beschleunigen. Der Konsum von Softdrinks lässt sich sofort auf null reduzieren. Zusätzlich lässt sich ein richtig harter Trainingsplan erarbeiten, der einen jedes Mal aufs Neue an die Grenzen bringt. Mit einer intelligenten Aufteilung in verschiedene Muskelgruppen und der Nutzung unterschiedlicher Übungen lässt sich so jeden Tag trainieren, was den Stoffwechsel weiter antreibt und die Fettverbrennung unterstützt. Zudem kann vieles mit der passenden Ernährung erreicht werden, vor allem, wenn davor gar nicht darauf geachtet wurde. Da jeder Körper anders ist und die Voraussetzungen bei jedem anders aussehen, möchte ich hier auf eine entsprechende Zeitvorgabe verzichten. Ich empfehle jedoch, die Angepeilte Zeit mindestens zu halbieren. Die so erschaffene Herausforderung sollte schnell genug Wirkung zeigen.

Das ist also die erste Regel, die wir brechen, um auf neuen Wegen unsere Ziele zu erreichen. Vergesst, was andere sagen. Achtet nicht darauf, was die Norm ist. Versucht, euch mit euren Zielen herauszufordern. In den meisten Menschen stecken viel mehr Ambitionen, als sie sich selbst eingestehen. Wichtig ist an diesem Punkt auch: Verliert die Angst vor dem Versagen. Wenn ihr euch bereits im Vorfeld einredet, dass es nicht zu schaffen ist, werdet ihr es auch nicht schaffen. Dann versucht ihr es gar nicht richtig. In euch steckt so viel Potential, das euch von der breiten Masse abhebt. Versucht dieses Potential zu aktivieren und besser als der Durchschnitt zu sein. Am Ende dieses Buches werden wir auch darauf eingehen, wie wir mit Fehlschlägen umgehen können. Es sei aber schon an dieser Stelle gesagt, dass ein Fehlschlag nicht den Weltuntergang bedeutet.


T – Terminiert

Die Zeitliche Terminierung spielt zum einen in die Messbarkeit und zum anderen in die Realisierbarkeit eures Zieles hinein. Wie wir im vorherigen Abschnitt feststellten, lässt sich die Zeit bei vielen Zielen beeinflussen. Der Zeitpunkt für den Abschluss ist also direkt damit verbunden. Die Messbarkeit auf der anderen Seite bedingt einen spezifischen Punkt, an dem die Daten erhoben werden. Wichtig hierbei ist, dass dieser Zeitpunkt, wenn er einmal gesetzt wurde, nicht mehr verschoben werden darf.

Bei meinem Buch habe ich mir die zwei Wochen als Frist gesetzt. Damit ist es der limitierende Faktor, der mich täglich dazu zwingt, meinen Teil zu leisten. Auf der anderen Seite kann ich nun nach einer Woche nicht sagen, ich verlängere mein Projekt auf drei Wochen. Damit würde ich mich selbst sabotieren und mein aufgebautes Momentum verlieren. Ich würde faktisch meine tägliche Arbeitslast und damit meine Motivation halbieren. Auf diese Weise entstehen endlose Projekte, die niemals ein Ende finden und dem entsprechend nie erreicht werden. Da aber auch nie der Zeitpunkt für die Datenerhebung kommt, wird es auch nie als Fehlschlag verbucht. Es wird also gerne als Ausrede benutzt, damit man sich sein eigenes Versagen nicht eingestehen muss.

Genauso verhält es sich bei den Finanzen. Wenn wir uns das Ziel von drei Jahren gesetzt haben und nach zwei Jahren noch immer keine Fortschritte verzeichnen können, wird einfach die Deadline nach hinten verschoben. Auch hier werden wir das Ziel nie erreichen. Wenn wir aber an diesem Termin festhalten, gibt uns das die Möglichkeit, den Erfolg zu beurteilen. Wie wir eine solche Beurteilung vornehmen können, wird ebenfalls am Ende dieses Buches behandelt. Es ist aber ein wichtiger Aspekt jeder Zieldefinition und ihr beraubt euch so der Möglichkeit es das nächste Mal besser zu machen.

Die Gesundheit lässt sich schwieriger terminieren. Vor allem, wenn man noch keine oder nur sehr wenig Erfahrung mit seinem eigenen Körper gemacht hat, lässt sich nur schwer ein sinnvoller Zeitpunkt für die Datenerhebung finden. Umso wichtiger ist es, diesen dafür einzuhalten. Wenn wir dann merken, dass der Zeitraum viel zu knapp gewählt wurde, können wir es beim nächsten Mal entsprechend anpassen. Einen Vorteil hat man, wenn man bereits in der Vergangenheit versucht hat Gewicht zu verlieren. Hier kommt dann die oben erwähnte Halbierung der nötigen Zeit zum Zuge. Auf jeden Fall erhält man so ein Feedback, welches bei der nächsten Zielsetzung angewandt werden kann.

Der Zeitpunkt erfüllt somit mehrere wichtige Funktionen. Zum einen dient er dazu Druck aufzubauen. Gleichzeitig ist es eine tägliche Erinnerung an die zu erreichende Leistung. Dazu können wir mit diesem festgesetzten Zeitpunkt eine Zeitspanne beurteilen, was uns wiederum eine Rückmeldung für zukünftige Ziele gibt. Das oberste Gebot bei solchen Terminierungen muss also sein, dass der Zeitpunkt, wenn er einmal definiert wurde, nicht verschoben werden kann.


SMART

Wenn wir nun also fünf Punkte auf unsere drei Beispiele anwenden, bleibt nur eines zu tun: Formuliert einen Satz, der alle Punkte beinhaltet und euch für die gesetzte Zeit als Leitsymbol dient. Einen solchen Satz zu erstellen ist nicht ganz einfach. Oft braucht es mehrere Versuche, bis er wirklich sitzt. Der Vorteil dabei ist jedoch, dass man eine kurze Zusammenfassung des gesamten Projekts hat. Immer, wenn die Motivation niedrig ist, kann dieser dann als Leitspruch hervorgenommen werden. Bei diesen Beispielen könnte er jeweils so lauten:

Ich schreibe innerhalb von zwei Wochen ein Sachbuch über die Zielerreichung indem ich täglich mindestens dreitausend Wörter schreibe, damit ich es anschließend unter meinem Namen als E-Book veröffentliche.

Ich spare mir in den nächsten drei Jahren ein Vermögen von 100'000. für die Rente an, indem ich jeden Monat mindestens die Hälfte meines Lohnes auf die hohe Kante lege, damit ich im Alter ohne finanzielle Sorgen lebe.

Ich verliere in den nächsten dreißig Tagen mindestens zehn Kilogramm, indem ich auf Softdrinks verzichte und meinen Trainingsplan einhalte, damit ich wieder in meine Lieblingsjeans passe.

Hier darf durchaus in die psychologische Trickkiste gegriffen werden. Ich habe bei diesen Sätzen bewusst auf sämtliche Modalverben verzichtet und sie als absolute Aussagen geschrieben. Schließlich ist es unser Ziel, diese zu erreichen und keine Macht der Welt kann uns davon abhalten. Zudem ist es sinnvoll, das Hauptmotiv ebenfalls zu erwähnen. So werdet ihr täglich daran erinnert, weshalb ihr das macht. Ansonsten wird lediglich darauf geachtet, dass alle Punkte beinhaltet sind. Also ein spezifisches Ziel, dass messbar, attraktiv, realistisch, oder in unserem Fall herausfordernd ist und ein klar definiertes Ende besitzt. Noch besser wäre es, wenn ein spezifisches Datum anstelle eines Zeitraums genannt werden kann. So schafft man sich eine stärkere Verbindlichkeit und man kommt nicht in die Versuchung, den Starttermin nachträglich zu verschieben.

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