• Sinnlosoph

Regeln Brechen - Zusammenfassung

Ich hoffe, die Tipps in diesem Buch konnten euch auf eurem Weg helfen. Egal ob ihr euer Ziel schlussendlich erreicht habt oder nicht, gaben diese Seiten wenigstens einen Denkanstoß. Das wichtigste für mich ist, dass ihr nun weiter macht, eure eigenen Schlüsse zieht und das nächste Mal noch besser werdet. Egal, ob ihr euch nun entscheidet, einige der gebrochenen Regeln wieder einzuführen, oder einige weitere Regeln zu brechen und zu ersetzen. Das aller wichtigste ist jedoch, dass ihr etwas gemacht habt, worauf ihr stolz sein könnt.

Insgesamt habe ich euch nur fünf Regeln gegeben, die gebrochen wurden. Angefangen haben wir bei der Zieldefinition. Wir haben uns ein unrealistisches, beziehungsweise sehr ambitioniertes und herausforderndes Ziel gesetzt, um uns zusätzlich zu motivieren. Wir haben bewusst sämtlichen Realismus über Bord geworfen und uns eine Aufgabe gestellt, welche weit über dem Durchschnittlichen liegt. Dieser eine Satz, den wir formulierten, leitete uns jeden einzelnen Tag an und hielt uns auf Kurs. Mit diesem Leuchtfeuer in der Ferne haben wir genauso ambitionierte Tagesziele definiert, die wir Tag um Tag erreichen wollten und wahrscheinlich regelmäßig übertrafen.

Der zweite Punkt war, dass wir uns die schlimmstmöglichen Folgen vorstellten. Mit dem Bewusstsein, was wir verlieren, wenn wir unser Ziel nicht erreichen, schafften wir eine Dringlichkeit und ein Verlangen, das Ziel zu erreichen. Natürlich hielten wir auch das positive fest, dass wir durch unser Ziel erreichen können. Der Fokus lag jedoch darauf, was wir um jeden Preis verhindern wollten. Mit der Arbeit an unseren Zielen haben wir einen aktiven Beitrag dazu geleistet, eine unangenehme Zukunft abzuwenden. Nicht nur das, wir haben das unangenehme nicht nur abgehalten, sondern in etwas positives verwandelt. Die Zukunft, die wir uns damit geschaffen haben, wird besser sein als es die Gegenwart je hätte sein können.

Als drittes haben wir unsere Zeit selbst eingeteilt. Wochen wurden nur noch als Zeiteinheit angesehen und diktierten nicht mehr, an welchen Tagen wir arbeiten und wann wir Pause machen. Wir übernahmen die volle Verantwortung über unser Zeitmanagement und arbeiteten zum Teil zu Zeiten, an denen normale Menschen nicht einmal an Arbeit denken würden. Arbeitszeit war dann, wenn wir am produktivsten waren und dauerten so lange, bis wir das gesetzte Tagesziel erreichten. Dabei versuchten wir unsere verfügbaren Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen und verfielen das eine oder andere Mal in den Flow. Am Ende schafften wir in kürzerer Zeit mehr, als wenn wir uns der Norm unterworfen hätten und immer auf den perfekten Zeitpunkt gewartet hätten.

In einem nächsten Schritt erkannten wir unser Projekt als Arbeit an, die nicht unbedingt Spaß machen muss. Egal, ob wir nun Lust hatten oder nicht, die Arbeit musste erledigt werden. Mit dieser Einstellung haben wir uns auch durch unproduktive Tage gekämpft, um eine gewisse Routine und Regelmäßigkeit zu schaffen. Damit trennten wir die Abhängigkeit zu unserer Motivation und gaben unserer Disziplin einen Boost. Schlussendlich wurde das Erreichen unserer tagesziele zur Selbstverständlichkeit und die Gewohnheit trat ein. Dieser Regelmäßigkeit haben wir es dann zu verdanken, dass aus den einzelnen Tageszielen das große Ganze entstand.

Zu guter Letzt feierten wir unseren Misserfolg. Ich bin mir fast sicher, dass jeder, der sich ein genug ambitioniertes Ziel ausgesucht hat, nicht alles zur vollen Zufriedenheit erreicht hat. Dennoch entschlossen wir uns dazu, auch diese Fehlleistung zu feiern. Wir machten unsere Schlussfolgerungen über das, was gut lief, aber auch zu dem, was hätte besser laufen können. Wir haben vor allem festgestellt, wo unsere Grenzen sind und genießen diese Erkenntnis. Denn sie gibt uns den Maßstab für das nächste Ziel vor. Wir erkennen nun, wo wir stehen und was mit den aktuellen Fähigkeiten möglich ist. Gleichzeitig haben wir eine Grundlage, mit der wir unser nächstes Ziel und damit verbundene Vorgehen neu evaluieren und verbessern können.

Setze herausfordernde Ziele, stelle dir das schlimmstmögliche Ergebnis vor, vergiss die üblichen Arbeitszeiten, Arbeite auch wenn es keinen Spaß macht und feiere deine Misserfolge. Mit diesen fünf Punkten haben wir nun ein Ergebnis vorliegen, welches sich sehen lassen kann. In meinem Fall haltet ihr ein Buch in Händen, wofür ich sogar weniger als vierzehn Tage benötigte. Mein Ziel war also nicht ambitioniert genug gewählt. Ich habe es erreicht und kann nun meinen Wunsch, ein Buch zu veröffentlichen, abhacken. Zudem wird mir dieser Titel langfristig etwas einbringen, auch wenn es nur wenig sein soll. Um so weit zu kommen, arbeitete ich teilweise mitten in der Nacht oder am frühen Morgen, wenn andere noch schliefen. Das Ganze tat ich, auch wenn ich so gar keine Lust hatte und lieber etwas anderes unternommen hätte. Und die Feier, nun, ich habe meine Tagesziele regelmäßig übertroffen. Allerdings fiel der Umfang des Buches etwas kürzer aus als ursprünglich geplant. Das liegt zu großen Teilen daran, dass ich es nicht künstlich in die Länge ziehen und aufblähen wollte. Ich muss also auch an meiner Zielsetzung arbeiten. Dennoch, die wenigen, die eingeweiht waren, werden sicher ein Exemplar erhalten und wir stoßen auf mein Erstlingswerk an. Ich weiß aber ganz genau, dass da noch mehr möglich wäre und ich brenne darauf, das nächste Projekt in Angriff zu nehmen.

Die größte Herausforderung waren nicht die gesetzten Tagesziele. Diese habe ich praktisch täglich übertroffen. Bei der Doppelschicht habe ich gemerkt, dass noch viel mehr möglich wäre. Auch das Formulieren der Sätze bot keine Schwierigkeit. Da mich dieses Thema schon lange beschäftigt und ich mir oft Gedanken dazu machte, fügte sich alles wie von selbst zusammen. Die Schwierigkeit bestand viel mehr darin, sich von der Thematik zu distanzieren. Es gab Tage, da wurde ich von diesem Thema so eingenommen, dass ich nicht schlafen konnte. Selbst im Dunkeln liegend drehten sich meine Gedanken um dieses Thema. Es formten sich neue Abschnitte in meinem Kopf und ich stellte mir ganze Sätze vor, die ich unbedingt einbauen wollte. Dieser Umstand führte sicher dazu, dass ich in sehr kurzer Zeit eine ungeahnte Menge zu Papier bringen konnte. Allerdings litten viele meiner anderen Projekte darunter und ich musste mehrfach bewusst auf die Bremse treten. Ich wünsche jedem einzelnen, dass er ein ähnliches Feuer für seine eigenen Ziele findet und diese mit einem solchen Eifer verfolgt. Versucht aber auch Raum für andere Dinge zu lassen und euch nicht vollends darin zu verlieren.

Das nächste Projekt wird wieder ein Buch sein. Diesmal will ich mich aber an einem fiktionalen Roman versuchen, der um einiges länger ausfallen wird. Mit den Erkenntnissen, die ich in den letzten Tagen sammelte, sollte ich mein Tagesziel um einiges erhöhen können. Was genau es sein wird, ist noch offen, aber ich bin mir sicher, dass es nicht weniger ambitioniert und fordernd sein wird.

Solltet ihr nun noch weitere Denkanstöße wollen, empfehle ich euch meinen Blog. Darauf werdet ihr nicht nur über meine weiteren Projekte informiert, sondern ich philosophiere auch regelmäßig über einige Fragen des Lebens. Mit ähnlich unkonventionellen Ansichten versuche ich, tiefgreifende Fragestellungen zu beantworten und eine neue Sicht auf die Dinge zu ermöglichen. Oft weicht meine Ansicht von der gesellschaftlich akzeptierten Meinung ab. Das bietet den nötigen Nährboden, um darüber zu diskutieren. Vielleicht streife ich auch einmal ein Thema, welches dich selbst interessiert und es entsteht eine Diskussion. Ihr könnt mir da auch gerne eure Ziele und die Arbeit mit diesem Buch mitteilen. Ich fände es spannend, eure Rückmeldungen dazu zu hören und vor allem, wie ihr euch während der Zielerreichung entwickelt habt.

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