• Sinnlosoph

Frage 23: Riskmanagement oder Rückstellungen

Eine weitere Frage, die sich um die eigenen Finanzen dreht. Mittlerweile könnt ihr bereits ein ziemlich gutes Bild von meiner Einstellung zum Geld haben. Diesmal fokussieren wir uns aber auf die finanzielle Sicherheit und wie diese erreicht werden kann.


Würdest du eher Risiken vermeiden, oder ein entsprechendes Polster aufbauen, um langfristig finanziell abgesichert zu sein?



Einmal mehr kann ich die Frage nicht so direkt beantworten. Grundsätzlich sollte immer beides beachtet werden. Es gibt durchaus Risiken, die es wert sind, eingegangen zu werden. In der Regel lässt sich dabei auch die finanzielle Folge recht gut berechnen oder abschätzen. Andere Dinge sind so verheerend, dass sie auf jeden Fall vermieden werden müssen.


Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre ich eher der risikofreudige Typ. Ich gehe eher die nötigen Risiken ein, sichere mich aber vorgängig entsprechend ab. Als bestes Beispiel lässt sich meine aktuelle Situation nehmen. Ich kündete mein bisheriges Arbeitsverhältnis, ohne eine neue Stelle in Aussicht zu haben. In den Augen des Arbeitsamtes bin ich so als Apostat und Ketzer gebrandmarkt und kann keine Hilfe erwarten. Weiter plante ich die ersten beiden Monate gar nicht damit eine neue Stelle anzutreten. Ich ging sogar so weit, dass ich mehr als ein halbes Jahr ohne feste Anstellung einkalkuliert habe. Das konnte ich aber nur machen, indem ich vorgängig einen nicht allzu kleinen Betrag zusammengespart habe, der mich nun über Wasser hält.


Bei meiner weiteren Planung, gerade in Hinsicht auf die neue Stelle, ist es mir aber wichtig, wieder gegen finanzielle Folgen abgesichert zu sein. Dafür suche ich nun eine Stelle, die mich im Bereich der Wirtschaftsprüfung weiterbildet und ich mich so spezialisieren kann. Nicht nur werden Wirtschaftsprüfer sehr gut bezahlt, es gibt auch tendenziell zu wenige davon. Dem entsprechend kann ich mir danach wieder ein Polster aufbauen und wenn mir wieder danach ist, eine etwas längere Pause einzulegen, werde ich mit verhältnismäßig geringem Aufwand eine neue Stelle finden. Ich reduziere also aktiv die zukünftigen Gefahren.


Unter dem Strich muss jeder selbst entscheiden, was für ihn am besten ist. Ich für meinen Teil lebe ziemlich gut mit den kalkulierten Risiken, die ich eingehe. Andere sind da vielleicht vorsichtiger veranlagt oder sogar noch risikofreudiger. Es kommt natürlich auch immer auf die eigenen Verhältnisse und Umstände an. Da ich lediglich für mich und zwei Katzen sorgen muss, kann ich mir mehr erlauben als ein Vater von drei Kindern.


Wie steht ihr zu diesem Thema? Geht ihr gerne Risiken ein, um entsprechende Gewinne zu verzeichnen, oder seid ihr eher bei den Vorsichtigen einzuordnen? Lasst es mich wissen!

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