• Sinnlosoph

Frage 29: Das Robin Hood Prinzip

Eine weitere Frage zum Thema Geld. Diesmal allerdings aus der Sicht von Robin Hood. Ist es moralisch vertretbar, den reichen zu nehmen, wenn die Armen zu wenig haben?


Würdest du Geld von einer Wohlhabenden Person stehlen, wenn du damit durchkommst und du der Auffassung bist, das wäre das einzige, was deine Familie rettet?



Grundsätzlich kann ich mit Diebstahl nichts anfangen. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich noch nie etwas gestohlen. Die Versuchung als kleines Kind an einem Kiosk etwas einzustecken war sicherlich da, doch konnte ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.


Gehen wir bei der aktuellen Frage davon aus, dass die politische Lage stabil ist und die Armut "nur" durch einen Zusammenbruch der Wirtschaft entstand. In diesem Fall würde ich die Umverteilung der Gelder auf Basis der Regierung fordern. Der Staat soll eine gerechte und sichere Verteilung ausarbeiten in Form von Steuern und Sozialversicherungen. Auf diese Weise kann die Lage relativ gut bewältigt werden, ohne dass direkter Diebstahl besteht.


Gehen wir nun davon aus, dass es politisch brodelt. Die Grenzen sind nicht sicher und auch im Landesinneren brauen sich Tumulte zusammen. Ein kleiner Teil der Bevölkerung konnte aus den vorangegangenen Unsicherheiten Profit schöpfen und sitzen nun auf dem Großteil des Geldes. In Diesem Fall würde ich eine widerrechtliche Umverteilung gutheissen. Das Vermögen, welches bei den wenigen Wohlhabenden liegt, wäre dann nämlich auf unlautere Weise erworben worden und die Gemeinbevölkerung muss dafür Bluten. Aus meiner Sicht würde diese Ungerechtigkeit eine andere rechtfertigen.


Wenn wir das Ganze nun auf der Ebene eines Individuums anschauen sieht es nochmals anders aus. In Der Schweiz haben wir auf der einen Seite gute Auffangnetze, sollte es einmal finanziell knapp werden. Allerdings sind diese an Regulatoren geknüpft, die nicht immer sinnvoll sind. Dennoch würde ich sagen, dass es durchaus in der Macht des einzelnen liegt, aus diesem finanziellen Ruin wieder herauszukommen. Ich habe es schließlich auch geschafft meine Schulden abzubezahlen und mir einen gewissen Standard auszubauen, der gewisse Freiheiten ermöglicht. Was es dafür jedoch braucht ist Disziplin, die Bereitschaft zu verzichten und entsprechenden Einsatz.


Zusammenfassend würde ich also lediglich politische Unruhen mit vorangegangener wirtschaftlicher Unterdrückung den Diebstahl von den reichen gutheissen. In allen anderen Fällen würde ich den Staat oder das Individuum in der Pflicht sehen.


Wie steht ihr zu der Sache? Habt ihr allenfalls schon einmal etwas gestohlen? Würdet ihr stehlen, wenn euch das Geld zum Überleben fehlt? Lasst es mich wissen!

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