• Sinnlosoph

Frage 144: Würdest du dich selbst opfern?

Das eigene Leben zu opfern wird gerne als ultimative Handlung angesehen. Das Märtyrertum für eine gerechte Sache. Würdest du es denn auch wirklich durchziehen?

Wenn du dich selbst opfern könntest, um der Menschheit einen großen Dienst zu erweisen, würdest du es tun? Wie sieht es aus, wenn die Ehre dafür jemandem angerechnet wird, den du nicht magst?

Auch hier kommt es wieder auf die Sache selbst an. Wenn ich mit meinem Tod den Klimawandel stoppen, den Welthunger auflösen, oder sämtliche Krankheiten heilen könnte, wäre es das Wert. Wenn ich aber nur für die Eigenständigkeit eines Landes oder die Anerkennung eines Glaubens sterben müsste, hätte ich schon etwas dagegen.

Politische und religiöse Themen sind mir nicht wichtig genug, um dafür mein Leben zu geben. Wenn es aber wirklich um das Leben von anderen geht, bin ich schon eher bereit. Wenn wir eine einfache Rechnung dafür heranziehen: Ich rette mit meinem Tod eine Million Menschen. Wenn ich heute Sterben müsste, wären wahrscheinlich etwa fünfzig Jahre verschwendet. Diese fünfzig Jahre hätten sich aber bereits nach einer halben Stunde mehr als gelohnt. In dieser halben Stunde hätte ich fünfhunderttausend Stunden leben ermöglicht, was mehr als die investierten fünfzig Jahre sind.

Wer dafür die Anerkennung erntet ist mir am Ende egal. Immerhin bin ich zu diesem Zeitpunkt schon tot und die Probleme der Welt interessieren mich nicht mehr. Idealerweise würde meine Familie eine kleine Entschädigung für meinen Dienst erhalten, aber es müssen nicht Schulen und Museen nach mir benannt werden. Wenn ich nach zwei Tagen in Vergessenheit gerate, ist mir das auch recht.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Für welche Sache würdet ihr euch opfern? Macht es einen Unterschied, ob ihr dafür in die Geschichte eingeht, oder ist euch das egal? Lasst es mich wissen!

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