• Sinnlosoph

Frage 84: Ist Sterbehilfe vertretbar?

Ein kontroverses Thema, welches immer Mal wiederaufkommt. In wie Fern soll Sterbehilfe möglich sein und wann darf das Gesetz dem eigenen Willen nicht mehr im Weg stehen.


Wenn deine Mutter schwer krank ist, schmerzen leidet und wenige Wochen vom Tod entfernt ist, würdest du ihr auf ihren Wunsch Gift verschaffen, um das Leiden zu beenden?



In Der Schweiz ist Sterbehilfe relativ klar geregelt und unter diesen Bestimmungen auch erlaubt. Es gibt Unternehmen, die sich auf die Begleitung, Beratung Information der Patienten und Verwandten spezialisiert haben. Grundlegend ist festgehalten, dass der Patient immer noch urteilsfähig sein muss. Dazu kommt, dass es keine Affekthandlung sein darf, sondern ein beständiger Wunsch darstellt. Dabei darf der Patient nicht von anderen beeinflusst werden und er muss den Suizid am Ende selbst durchführen.


Ich empfinde diese Regeln als ziemlich gut ausgearbeitet. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass bei gewissen Erkrankungen im Endstadium, wenn ohne Morphin und anderen Medikamenten kein Leben mehr denkbar wäre, dieser Ausweg durchaus seinen Reiz hat. Immerhin hätte ich auch keine Lust noch ewig hier festzustecken, wenn mein Körper schon lange schreit, dass es zu Ende ist. Immerhin ist die Medizin dafür verantwortlich, dass wir in einem solchen Zustand noch leben. Also kann die Medizin auch einen entsprechenden Ausweg schaffen.


Kritisch wird es erst, wenn Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz die Lebensqualität beeinträchtigen. Da hier ab einem gewissen Punkt die Urteilsfähigkeit nicht mehr zweifelsfrei zugesprochen werden kann, bleibt die Option des Freitods verschlossen. Wenn aber gerade ein klarer Moment herrscht und sich die Patienten in voller Härte bewusst sind, in welchem Zustand sie sich befinden, stelle ich mir das als extreme psychische Belastung vor.


Um auf die Frage zurück zu kommen, würde ich sie in einem solchen Fall bei einer der Institute anmelden. So würde sie eine Fachmännische Begleitung erhalten und wüsste genau, was auf sie zukommt. Zudem könnte alles in einem sauberen und sicher möglichst entspannten Tod enden, was ich bei einer heimischen Vergiftung nicht garantieren könnte.


Wie steht ihr zu diesem Thema? hattet ihr in der Vergangenheit bereits Kontakt mit einem solchen Patienten? Wie empfindet ihr das Angebot und die damit verbundenen Regeln? Lasst es mich wissen!

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