• Sinnlosoph

Frage 36: Wir werden alle sterben

Heute geht es um den Tod. Der endgültige Abschluss des Lebens und was ich zum aktuellen Zeitpunkt bereuen würde.


Wenn du heute Abend sterben würdest und mit niemandem mehr sprechen kannst, was würdest du am meisten bereuen nicht ausgesprochen zu haben?



Ich versuche mit mir selbst im Reinen zu sein. Wenn mir also etwas nicht passt, spreche ich es in der Regel direkt an. Ähnlich verhält es sich auch in die andere Richtung. Dem entsprechend habe ich keine heimlichen Liebschaften oder geheime Fantasien. Da ich mich kenne, würde es sowieso nicht gut gehen, da ich dazu neige, mich für solche Fantasien zu verzehren und tendenziell unglücklich zu werden. Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist, wenn man eine Antwort hat kann man sich nichts mehr vormachen. Es ist wie es ist und man kann weiter gehen, ohne sich Gedanken zu machen à la was wäre, wenn...


Auf der negativen Seite gibt es auch niemandem, dem ich noch unbedingt vor meinem Ableben die Meinung geigen muss. Die Personen, die ich nicht mag, wissen es ganz genau. Auf Hass und Eifersucht versuche ich so wenig Energie wie möglich zu verschwenden und die paar Personen, denen ich etwas nicht gönne oder eine Woche Durchfall wünsche, würden sich wegen solchen Aussagen auch nicht ändern.


Am meisten würde ich bereuen, mich nicht von meinen engsten Vertrauten zu verabschieden. Ich bin gerade dabei, eine alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Ich würde zumindest ihm sagen wollen, dass mir die verpasste Zeit leid tut und ich mir eine freudigere Zukunft gewünscht hätte. Bei den anderen würde ich mich nochmals für alles bedanken wollen. Auf der einen Seite, dass sie mir den Rücken freigehalten haben und auf der anderen, um noch abzuklären, ob sie etwas von mir brauchen bevor ich gehe.


Wahrscheinlich würde mich an einem solch plötzlichen Tod vor allem die verpassten Chancen reuen. Die unerreichten Ziele, die ich in den nächsten Jahren bis Jahrzehnte noch erreichen möchte. Als Beispiel wäre die Besteigung des Kilimandscharo zu nennen. Aber auch der Aufbau eines vernünftigen Vermögens, welches dann an meine Liebsten weiter verteilt werden kann, fällt in diese Kategorie. Es gibt noch einiges, was ich erledigen möchte bevor ich gehe, um wirklich im Reinen zu sein und diese verlorenen Möglichkeiten würde mich am ehesten zurückhalten.


Ansonsten bereue ich eigentlich nichts. Je nachdem was danach kommt, werde ich sowieso andere Sorgen, oder aber auch gar keine mehr haben. Das werde ich aber erst sehen, wenn meine Zeit gekommen ist. Wie es aber nach dem Tod weitergeht, wird sicher noch in einer der folgenden Fragen genauer erläutert.


Was steht bei euch noch zwischen dem Leben und dem Tod? Habt ihr unausgesprochenes, was ihr noch bereinigen wollt? Was hält euch davon ab, es heute zu tun? Lasst es mich wissen!

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