• Sinnlosoph

Frage 21: Sind wir alleine im Universum?

Nun geht es langsam in Richtung der Verschwörungstheorien. Grundsätzlich befasse ich mich gerne mit solchen Themen, wobei es in diesem Fall ziemlich eindeutig für mich ist.


Wenn intelligentes Leben im Universum nachgewiesen wird, würde es deine Weltanschauung ändern? Was wäre, wenn bekannt wird, dass wir definitiv die einzigen sind?



Das Universum ist relativ groß und besitzt eine ziemlich hohe Anzahl an Planeten. Jeder dieser Planeten hat potenziell die Möglichkeit, intelligentes Leben zu entwickeln. Entweder in der Zukunft, der Vergangenheit oder auch jetzt. Wir wissen, dass es auf der Erde funktioniert hat, was bereits als Proof of Concept gewertet werden kann. Wie unwahrscheinlich ist es also, dass ähnliche Prozesse nicht auch an einem anderen Ort passieren konnten?


Ich gehe also sehr davon aus, dass irgendwo da draussen weiteres intelligentes Leben vorhanden ist. Die statistischen Grundlagen sind gegeben. Wenn die Chance auch relativ klein ist, dass es zu intelligentem Leben kommt, so besteht sie. Mit genügend Zeit und ausreichend parallellaufender Versuche wird es schon irgendwo und irgendwann zu einem Erfolg kommen. Als Beispiel dafür ziehe ich gerne den unendlich tippenden Affen heran. Das Grundprinzip besagt, dass trotz der herrschenden Willkür irgendwann jedes mögliche Resultat entsteht. Die Voraussetzung dafür ist lediglich endlose Zeit.


Zeit ist wiederum ein gutes Stichwort im Zusammenhang mit dem Universum. Da es keine einheitliche Zeit für alle Wesen und Objekte gibt, ist es schwierig zu sagen, dass es etwas außerhalb des direkt beobachtbaren Umfeldes gibt, oder eben auch nicht gibt. Wir sind mittlerweile so weit, dass wir auf der Erde ein mehr oder weniger einheitliches Zeitsystem anwenden können. Wenn wir das jedoch auf grössere Dimensionen ausweiten möchten, stoßen wir bald an die Grenzen.


Während meinem Studium hatte ich innerhalb der Logistik und Statistik entsprechende Berührungspunkte mit Wahrscheinlichkeitsrechnung und der damit verbundenen deterministischen Bedarfsermittlung. Beim Determinismus wird davon ausgegangen, dass alles vorhersehbar ist, wenn sämtliche Informationen zu einem bestimmten Zeitraum bekannt sind. Ich fand diese Anschauung sehr interessant und beschäftigte mich weiter damit. In der Logistik funktioniert diese Methode zu weiten teilen, da wir ein verhältnismäßig einfaches System haben, welches eine beschränkte Anzahl Variablen besitzt. Aber auch hier stoßen wir an die Grenzen, wenn wir das auf das gesamte Universum ausdehnen möchten. Hier wurde dann auch mit der heisenbergschen Unschärferelation die Unmöglichkeit des allumfassenden Determinismus aufgezeigt.


Worauf ich mit diesem kurzen und sehr oberflächlichen Exkurs in die Quantenphysik hinauswill: Statistisch gesehen ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir die einzigen sind. Wir können es aber nicht endgültig beweisen oder wiederlegen bis wir entweder einen riesen Sprung im Verständnis der Quantenphysik erreichen, oder auf entsprechende Lebensformen treffen. Es bräuchte dem entsprechend sehr viel, um mich von der Abwesenheit anderer Lebensformen zu überzeugen. Ich kann jedoch verstehen, wenn andere das nicht so sehen. Immerhin gibt es auch genügend Menschen die Lotto spielen, obwohl die statistischen Fakten dabei ebenfalls recht eindeutig sind.


Die viel interessantere Frage in diesem Bereich ist für mich: Wenn wir nicht allein sind, sind wir überhaupt schon bereit mit einer neuen Lebensform in Kontakt zu treten? Wir schaffen es noch nicht einmal untereinander in Frieden zu leben und jeden so zu akzeptieren wie er ist. Wenn wir nun noch fremdartige Lebewesen treffen, die uns in gewissen Dingen womöglich weit überlegen sind, was würde dann wohl geschehen?


Wie seht ihr die Sache? Glaubt ihr, wir sind allein in diesem gigantischen Raum unterwegs, oder müssen wir irgendwann lernen mir anderen zu Teilen? Lasst es mich wissen!

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