• Sinnlosoph

Frage 19: Die Essenz der Wahrheit

Mit dieser Frage komme ich zum ersten Mal wirklich an meine Grenzen. Ich habe mir bis anhin schlicht noch nicht die entsprechenden Gedanken gemacht.


Wenn dir eine Kristallkugel eine einzige Wahrheit verraten könnte, zu dir, der Zukunft, dem Leben selbst, was würdest du wissen wollen?



Eine der großen Herausforderungen dabei ist es, eine entsprechend Aufschlussreiche Frage zu stellen. Es läuft hier auf eine ähnliche Basis hinaus wie damals bei meiner Diplomarbeit: Welche Frage generiert eine Antwort, die im Anschluss auch für etwas verwendet werden kann. Wenn ich also eine geschlossene Frage stelle, werde ich auch eine einfache Antwort erhalten. Zum Beispiel: "Werde ich die Liebe meines Lebens finden?" Antwort: Ja oder nein. Ich habe dann vielleicht die Gewissheit, dass es irgendwann so weit sein wird, aber alle anderen Informationen fehlen mir.


Wie definiert sich also eine Frage, die einen möglichst großen Wert generiert? Im Idealfall wäre sie möglichst offen gestellt, um so viele Details wie möglich zu beinhalten. Auf der anderen Seite muss sie aber konkret genug sein, damit die Antwort auch zugewiesen werden kann. Auch hier wieder ein Beispiel: "Was ist der Sinn des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest?" Antwort: 42. Ich bekomme dann eine Antwort auf die Frage, kann sie aber nicht zuweisen. 42 was? Kartoffeln? Genome im Erbstrang? Paralleldimensionen innerhalb eines Multiversums? Die Antwort bleibt so offen, dass sie niemandem weiterhilft.

Im Betriebswirtschaftsstudium wird immer wieder nach der Zieldefinition nach Smart vorgegangen.


Das bedingt, dass ein Ziel spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein muss. Wenn wir diese Formel nun auf die Frage anwenden, sollte eine Antwort zustande kommen, die konkret mit einem Problem verbunden werden kann. Versuchen wir es: "Wie kann ich bis zu meinem 35. Geburtstag in Rente gehen und von einem sechsstelligen passiven Einkommen leben?" Diese Frage, beziehungsweise das Ergebnis ist sicher spezifisch, messbar, für mich attraktiv und klar terminiert. Ob es so realistisch ist bleibt offen. Die Antwort darauf wäre wahrscheinlich aufgrund meiner bisherigen Ausbildung irgendeine Form der Selbstständigkeit. 


Damit wäre schon einmal definiert, wie die Frage gestellt werden müsste. Wie sieht es nun mit dem Inhalt aus? Wie eingangs erwähnt, habe ich mir dazu bislang noch keine Gedanken gemacht. Aus dem Stegreif würde ich wahrscheinlich nach meinem Todestag fragen. Es würde mich zumindest interessieren, wie viel Zeit mir noch bleibt. Zudem bin ich eine Person, die gerne auf eine Deadline hinarbeitet und tendenziell früher fertig ist. Es wäre sicher interessant zu sehen, wie es sich in diesem Zusammenhang entwickeln würde. Vermutlich würde es meine Produktivität steigern und mir den Wert von zeit nochmals vor Augen führen. Ob es aber die optimale Frage für eine solche Gelegenheit wäre, wage ich zu bezweifeln.


Wie steht ihr zu der Sache? Was würdet ihr wissen wollen? Würdet ihr die Frage überhaupt stellen, oder vertretet ihr die Meinung, dass gewisse Dinge besser im Unbekannten bleiben? Lasst es mich wissen!

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