• Sinnlosoph

Frage 64: Was kotzt dich am meisten an

Wie schön wäre es doch, wenn man sich Bedienstete leisten könnte, die alles für einen erledigen. Was wäre also das erste, was wir anderen übertragen würden? Welche Arbeiten des täglichen Lebens würden wir immer noch selbst machen wollen?


Wenn du für fünf Jahre gratis die Dienste eines Kochs, Chauffeurs, Masseures, Haushälters oder Sekretärs in Anspruch nehmen könntest, was würdest du wählen?



Als ich noch ein geregeltes und recht vernünftiges Einkommen hatte, überlegte ich mir, eine Putzfrau anzustellen. Das sagt wohl schon aus, welche Arbeiten ich im Haushalt am wenigsten Mag. Dabei geht es mir nicht um die Wäsche oder den Abwasch, sondern um das Aufräumen, Staubsaugen und Fenster putzen. Die Fenster sind bei mir sowieso ein Ding, welche nur einmal geputzt werden: Beim Auszug. Ich würde also wahrscheinlich einen Haushälter wählen, der für mich auch die nötigen Einkäufe tätigt und dafür sorgt, dass mir nicht am Sonntagabend die Milch für mein Müsli ausgeht.


Einen Koch würde ich nicht wollen. Gerade jetzt, da ich etwas mehr Zeit zur Verfügung habe, koche ich ganz gerne. Das sind meist einfache Gerichte, da ich auch aus einer einfachen Familie stamme. Es muss kein fünf Gänge Menü sein, das von einem Sternekoch zubereitet wird. Manchmal habe ich einfach Lust auf Hackfleisch in einer einfachen Soße mit Teigwaren. Wenn ich einmal besuch habe, darf es auch etwas Ausgefalleneres sein. Zudem koche ich gerne mit meiner besten Freundin, was meist in einem richtigen Gelage ausartet. Es würde mir fehlen, wenn ich das nicht mehr selbst machen könnte.


Ein Chauffeur wäre manchmal recht praktisch. Allerdings habe ich meine Wohnung so gewählt, dass ich alles in der Nähe habe. Praktisch vor der Haustür habe ich ein Kino, ein Einkaufszentrum, verschieden Restaurants, einen Bahnhof und die Busstation. Es kommt sehr selten vor, dass ich um ein Auto froh wäre und in diesen Momenten kann ich einen meiner Freunde fragen. Wenn ich dafür für sie koche, sind sie meist einverstanden.


Massagen verbinde ich leider mit etwas recht Negativem. Als ich neunzehn war, musste ich meine Ausbildung zum Schreiner abbrechen, da ich Probleme mit dem Rücken bekam. Dabei wurde im Anschluss alles Mögliche unternommen, um die Schmerzen zu lindern. Unter anderem auch Termine bei einem Masseur. Wenn ich heute daran denke, verbinde ich immer noch diese Zeit, die Schmerzen und die Unmengen an Schmerzmittel, die ich nehmen musste. Ich würde mir also lieber eine Sauna in den Garten stellen, als mich regelmäßig massieren zu lassen.


Die letzte Option wäre ein Sekretär. Leider, oder zum Glück, bin ich nicht so wichtig, dass mein Terminkalender unübersichtlich wird. Dem entsprechend wäre meine Sekretärin ziemlich unterfordert. Anders sieht es aus, wenn ich die Person auch gleich für einfache Praktikantenarbeiten einspannen könnte. Es gibt bei all meinen Projekten doch einige Arbeiten, die so langweilig und repetitiv sind, dass ich sie gerne an jemand anderen delegieren würde. Allerdings ist auch hier das Volumen so gering, dass es der Person recht schnell langweilig werden würde. Es wäre also nützlich, aber auch eine Verschwendung von Ressourcen.


Was haltet ihr von der Vorstellung, jemanden für eure Dienste einzustellen? Was würdet ihr der Person auftragen? Was würdet ihr weiterhin selbst machen wollen? Lasst es mich wissen!

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now