• Sinnlosoph

Frage 28: Meine Berufung ist Weltraumpionier

Diese Frage wiederum habe ich mir durchaus schon gestellt. Eine Weltraumkolonie weckt den Abenteurer in mir und klingt spannend. Allerdings sind da einige weitere Punkte zu beachten.


Du hast die Möglichkeit bei der ersten Weltraumkolonie teilzunehmen. Die Reise dauert mehrere Jahrzehnte, du würdest aber nur einige Jahre altern. Würdest du teilnehmen?



Diese Option ist aktuell gar nicht so abwegig, wie sie zunächst scheint. Immerhin gibt es immer wieder Meldungen von möglichen Kolonien auf dem Mars und entsprechende Pläne, die Kolonisten auszubilden. Der Grund, weshalb ich mich noch nicht dafür angemeldet habe ist zum einen, dass ich wahrscheinlich mit meinen kaputten Wirbel nicht angenommen werde und, dass ich kaum Vertrauen in die aktuellen Vorhaben habe.


Sollte es aber einmal möglich sein, wäre die Sache recht interessant. Zum einen könnten neue Planeten erkundet werden und ich könnte mich in einer neu geformten Gesellschaft einbringen und nachhaltig etwas bewirken. Zudem würde ich durch die Reise faktisch in die Zukunft reisen und könnte mir so de weitere technologische Entwicklung im Schnelldurchlauf ansehen. Das allein ist schon ein sehr guter Grund.


Auf der Contra-Seite steht jedoch, dass ich mein bisheriges Leben aufgeben müsste. Ich habe in den letzten acht Jahren hart gearbeitet, um mir einen gewissen Standard aufzubauen. Seit knapp einem Jahr habe ich nun auch zwei Katzen, die mich auf gewisse Weise binden. Ich wüsste nicht, ob ich es schaffen würde, all das hinter mir zu lassen.

Auf der zwischenmenschlichen Seite wäre die Nettosumme wahrscheinlich ausgeglichen. Ich habe als introvertierter Mensch nicht besonders viele Freunde. Diese Anzahl könnte ohne weiteres ersetzt oder sogar übertroffen werden, indem ich mich mit den anderen Kolonisten anfreunde. Allerdings tue ich mich recht schwer mit neuen Kontakten, was es etwas verzögern würde. Problematischer wäre, dass ich die paar Freunde mein halbes Leben über kenne und mit ihnen durch allerhand Höhen und Tiefen gegangen bin. Ich habe wenig Lust, weitere fünfzehn Jahre in eine Beziehung zu investieren, nur um wieder auf demselben Niveau zu sein.


Unter dem Strich würde ich wahrscheinlich ablehnen. Das Angebot wäre sehr verlockend und es würde absolut zu meinem Charakter passen, allerdings habe ich doch stärkere soziale Bindungen, die mich an mein jetziges Leben fesseln. Und ich denke, das ist auch gut so.


Wie seht ihr die Sache? Würdet ihr an einer solchen Expedition teilnehmen? Hättet ihr gewisse Bedingungen, die erfüllt sein müssten? Lasst es mich wissen!

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