• Sinnlosoph

Frage 68: Chronischer Zeitmangel

Die liebe Zeit. Egal, was man macht, man kann sie nicht anhalten. Heute geht es darum, ob die Zeit reicht, oder wir vielleicht sogar zu viel davon haben.


Würdest du die Hälfte deines Eigentums für eine Pille hergeben, mit der du nur noch eine Stunde am Tag schlafen musst? Hast du das Gefühl, genug Zeit zu haben? Wenn nicht, was gibt dir das Gefühl? Hast du mit zunehmendem Alter eher das Gefühl Zeit zu verschwenden?



Ganz einfach beantwortet: Gebt mir die Pille! Zum einen habe ich aktuell nicht wirklich viel Eigentum, was sich also recht schnell wieder ersetzen lässt und zum anderen finde ich Schlaf etwas Nutzloses.


Um Etwas weiter auszuschweifen, habe ich regelmäßig das Gefühl, dass Schlaf Zeitverschwendung ist. Das heißt nicht, dass ich immer im Stress bin und zu wenig Zeit habe, obwohl das durchaus oft der Fall ist. Ich verstehe einfach nicht, wieso ich einen Drittel meines Lebens nutzlos und ohne einen Sinn herumliegen muss. Während meines Studiums habe ich meinen Schlafrhythmus soweit optimiert, dass ich teilweise mit nur zwei oder drei Stunden ausgekommen bin. Das lag damals wirklich daran, dass ich das Gefühl hatte, zu wenig Zeit zu haben. Heute würde ich die zusätzliche Zeit nutzen, um meinen Hobbys nachzugehen.


Wenn wir den Gedanken weiterspinnen, können wir auch sagen, dass bei nur einer Stunde Schlaf am Tag, die produktive Zeit um einiges zunimmt. Man würde sich viel schneller von Schlafmangel erholen, da diese maximal eine Stunde pro Tag betragen kann. Ich wäre also nicht mehr so oft müde und vielleicht würden sich dann meine Schlafstörungen beheben. Es wäre also in mehrfacher Hinsicht besser.


Wie man merkt, ist mein Verhältnis zu Schlaf ein wenig gestört. Vielleicht liegt das daran, dass ich meist wie ein Stein schlafe. Oft wache ich genau in der Position auf, wie ich eingeschlafen bin. Mir wurde schon gesagt, dass ich sogar so flach atme, dass man nicht merkt, ob ich überhaupt noch lebe. Dem entsprechend erinnere ich mich nur sehr selten an meine Träume und das Schlafen fühlt sich für mich nach einem ungewollten Zeitsprung in die Zukunft an. Wenn ich nun aber meine Liste an Hobbys und Zielen ansehe, könnte ich die so verbratenen sechs bis acht Stunden am Tag durchaus für etwas anderes brauchen.


Um Noch auf den letzten Teil der Frage einzugehen: Ich habe das Gefühl, dass die Zeit je nach Situation anders vergeht. Das hat aber mit der Tätigkeit zu tun und nicht mit dem Alter. Was mir jedoch auffallt, ist, dass mit zunehmendem Alter die Geduld steigt. Man ist also eher bereit, zwei Stunden in etwas zu investieren, wo früher vielleicht nur eine halbe Stunde möglich war. Durch den veränderten Umgang damit kann es vielleicht dazu führen, dass ein Tag schneller vorbei geht, auch wenn er mit Aufgaben gefüllt ist, die keinen Spaß machen.


Wie steht ihr zum Schlaf? Habt ihr ein gesundes Verhältnis dazu oder schlaft ihr sogar gerne? Lasst es mich wissen!

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